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Nördliche Stadtteile Vereine laden zur Maibaumaufstellung in die Vorort-Zentren / Redner rufen Bürger auf, am 26. Mai wählen zu gehen

Gemeinsam an einem Strang gezogen

Archivartikel

Im Stadtteil Blumenau ist bei der Aufstellung des Maibaumes ordentlich Kraft gefragt: Nicht nur, dass die Helfer den Stamm durch die Braunschweiger Allee bis auf den Festplatz transportieren, wo er – mit den Zunftschildern und bunten Bändern geschmückt – aufgestellt wird.

Auf dem Festplatz im Viernheimer Weg begrüßte der Vorsitzende der Sängerrose Blumenau und Veranstalter Jürgen Klopsch die Gäste, darunter neben Stadträten auch den Bezirksbeirat, bei dem sich Klopp für die finanzielle Unterstützung bedankte. Noch vor der offiziellen Begrüßung tanzten die Kinder des Regenbogenkindergartens mit ihrem Singspiel, einstudiert von Heike Becker und Dalia Schmidt, um den Maibaum. Mit „Der Mai ist gekommen“ hießen nicht nur die Altrheinmusikanten den Monat musikalisch willkommen. Auch der Gesangverein Sängerrose schloss sich an. Nach den Darbietungen waren die Besucher der Maibaumaufstellung auf das Gelände der Siedler zu Speis und Trank eingeladen.

Schwarzwald-Holz in Sandhofen

In Sandhofen hatte sich im vergangenen Jahr genau dann die Sonne gezeigt, als der Vorsitzende der Bürgervereinigung die Gäste begrüßt hatte. Diesmal konnten alle bei strahlendem Sonnenschein feiern. Einige Tage vorher hatten Mitglieder des Männergesangvereins 1878 Sandhofen den Maibaum transportiert und geschmückt. Unterstützt beim Aufstellen am Stich wurden sie wieder von der Firma Weiland Hebetechnik. Der Stamm aus dem Schwarzwald feierte in Sandhofen Premiere. Architekt Michael Keller sorgte für das neue Holz, das in den nächsten Jahren als stattlicher Maibaum zu bewundern sei.

Nach der Begrüßung sangen und tanzten die Kinder des KiGa Abraham unter dem Maibaum. Ihr erfrischender Auftritt wurde mit kleinen süßen Päckchen der 1. Sandhofener Oldtimer und Traktorfreunde belohnt. „Unser Maibaum symbolisiert den lang ersehnten Aufbruch in den lang ersehnten Frühling“, so Keuerleber. Der Brauch in einigen Orten, am 1. Mai die Maikönigin zu wählen, sei bisher an Sandhofen vorbeigegangen bedauerte der Vorsitzende der Bürgervereinigung. Bevor die Sänger des MGV 1878 den mit den Zunftschildern und bunten Bändern geschmückten Kranz unter Beifall der Gäste am Stich hochzogen, unterhielt der gemischte Chor des MGV Aurelia unter Leitung von Oktavio Yang die Gäste mit Frühlingsweisen. Bei „Der Mai ist gekommen“ waren alle eingeladen mitzusingen. Das obligatorische Fass Freibier stifteten in diesem Jahr die Oldtimer und Traktorenfreunde. Auch die Brezel –gestiftet von der Bäckerei Theurer am Stich – fanden großen Anklang. Mit bunten Frühlingsgrüßen beschenkten die Vorstandschaft des Gewerbevereins Sandhofen die Gäste. Zum Schluss wies Keuerleber auf die am 25. und 26. Mai stattfindende Gewerbeschau hin, die in der Domstiftstraße 40 stattfindet.

Garde auf der Schönau dabei

Auf der Schönau begrüßte der Vorsitzende der Kultur- und Interessengemeinschaft, Willi Hamberger, die Gäste im Saal des Cultur-Zentrums, bevor es raus auf den Vorplatz ging. Unter Begleitung der Garde der KG Grün-Weiß Schönau zogen die Ehrengäste an dem Maibaum, um ihn mit vereinten Kräften an seinen richtigen Platz zu ziehen. Der Landtagsabgeordnete Stefan Fulst-Blei rief in seiner Rede dazu auf, sich an der Wahl am 26. Mai zu beteiligen. Als Gastrednerin war die Betriebsratsvorsitzende von Roche, Brigitte Bauhoff, geladen. Sie erklärte, dass 2018 ein gutes Jahr für Arbeitnehmer gewesen sei, da Tarifabschlüsse erkämpft worden seien. Auch qualitativ habe man in der Tarifpolitik beachtliche Durchbrüche erzielt. Weiter von ihr angesprochene Themen waren die Krankenversicherung, die seit Jahresbeginn wieder paritätisch finanziert werde und die Stabilisierung des Rentenniveaus gestärkt habe. Auch sie wies auf die Wichtigkeit hin, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Das Anstechen des Bierfasses von Simon Schwerdtfeger und Schulleiterin Monika Fuchs, gestiftet von der KIG, ging nicht ganz problemlos über die Bühne. Anstatt aus dem Bierhahn schoss der gekühlte Gerstensaft zunächst oben aus dem Fass heraus. Den Humor verlor aber der Vorsitzende Willi Hamberger auch nach diesem Missgeschick nicht. Er füllte sich ein Glas, um den Gästen lächelnd zuzuprosten.