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Hochstätt Projekt rund um Ernährung wieder ein Erfolg / Erlebnis für alle Sinne

„Gesund und stark im Viertel“

Archivartikel

„Gustav – Gesund und stark im Viertel“ lautete das Motto: Mit 13 Veranstaltungen an drei verschiedenen Orten im Stadtteil war der Hochstätter Gesundheitsmonat wieder ein voller Erfolg. Eine positive Bilanz zog das verantwortliche Gesundheitsnetzwerk Hochstätt nach Ablauf der vier Wochen.

„Das ist der Erfolg eines engagierten und professionellen Teams an Kooperationspartnern, die durch ihre eigenständige Mitarbeit maßgeblich am Gelingen beteiligt waren, der Gesundheitsmonat lebt durch die Kooperation im Stadtteil“, lobte Quartiermanagerin Yvonne Baumgarten. Die Einzelveranstaltungen drehten sich hauptsächlich ums Thema „Ernährung“. Als gelungen bezeichnete Jugendhaus-Mitarbeiterin Laura Kille die Eröffnungsveranstaltung „Gesund kochen“ mit Honorarkraft Tabea Zimmermann, die gleich viermal stattfand mit jeweils sechs bis acht Teilnehmern.

Viele Aha-Effekte

Tatjana Zimmermann hatte ein Freiwilliges Soziales Jahr im Jugendhaus Hochstätt absolviert und war der Einrichtung auch als Mitglied im Förderverein treu geblieben. Ein Vergnügen, bei dem man außerdem viel lernen konnte, war der „Wissensparcours rund um das Essen“, den Organisatorin Laura Kille in Form eines Memorys veranstaltete. Für manchen „Aha“-Effekt sorgte die Erkenntnis, dass selbst in Nutella 83 Zuckerwürfel stecken.

Auch der Pausenbrotworkshop von Laura Kille, bei dem die Kinder zudem eine Brotbox individuell verzierten, war mit acht Teilnehmern gut besucht. Im Katholischen Kindergarten haben die Kinder zusammen mit Geschwisterkindern und Eltern ein Hochbeet angelegt, in das sie Salbei, Thymian, Rosmarin und Pfefferminz pflanzten. Außerdem haben die Teilnehmer leckere Obstspieße kreiert, die nach dem Singen von Liedern im Stuhlkreis gemeinsam verspeist wurden.

Kräuter gepflanzt

Ein Erlebnis für alle Sinne, bei dem die Teilnehmer riechen, schmecken und fühlen konnten. Weil die Räume des Bewohnertreffs noch nicht fertig sind, fand die nachfolgende Veranstaltung des Quartiermanagements im Jugendhaus Hochstätt statt: „Leckermäulchen“ war der Titel der Aktion, bei der Buben, Mädel und Senioren mit der Quartiermanagerin und deren Mitarbeiterin, Nuray Ekici, aus zuckerfreien Zutaten Schokoballs und Raffaelo Pralinen kreierten. Ich esse gern Süßes“, sagte Esma (10). Ihre Freundin Lena (9) machte auch eine Praline für Laura Kille: „Weil sie immer so nett ist.“ „Ein tolles Erlebnis“ für Max war der Ausflug mit Jugendhaus-Mitarbeiter Michael „Mike“ Schuhmacher zum Obstladen Schneider in Edingen-Neckarhausen. „So viele Sorten Äpfel habe ich noch nie gesehen“, staunte der Zwölfjährige. Zehn Kilo Äpfel zu einem günstigen Preis brachten die Ausflügler mit. Daraus wurde an zwei darauffolgenden Tage im Jugendhaus mit der über 100 Jahre alten Obstpresse von Mikes Opa leckerer Apfelsaft zubereitet.

In einem großen Bottich haben Milo (6) und Duan (7) zuerst die Äpfel gewaschen. Dann waren die Mädels dran. Mit Feiereifer raspelten Asra (12), Kimberley (11), Irem (9) und Samantha (8) die Äpfel auf einer groben Reibe bis auf das Kerngehäuse. Erfrischendes Resultat war ein großes Glas voll leckerem Apfelsaft für alle. „Der schmeckt viel besser als aus dem Supermarkt“, stellte Max fest.

Zum Puppentheater der Psychologischen Beratungsstelle Rheinau-Süd kam die Astrid-Lindgren-Schule ins Jugendhaus. Interessanter Abschluss des rundum gelungenen Gesundheitsmonats war ein Vortrag des Fachbereichs Gesundheit im Evangelischen Eltern Kind Zentrum Kieselgrund zum Thema „Ernährung: Was ich immer schon wissen wollte“.

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