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Nördliche Stadtteile Modell für 140 000 Euro im Freibad Sandhofen / Becken an den Duschen saniert / Zusätzliche Kabinen im Carl-Benz-Bad

Große Freude über neue Rutsche

Archivartikel

Noch etwas mehr als eine Woche – dann startet am Samstag, 19. Mai, die Freibadsaison in Mannheim. Auch die beiden Bäder im Norden öffnen an diesem Tag. Ende März war im Freibad Sandhofen und im Carl-Benz-Bad in der Gartenstadt mit den „Auswinterungsarbeiten“ begonnen worden, wie es Stadtsprecher Jan Krasko nennt. Speziell in Sandhofen gibt es aber auch eine neue Attraktion. Die in die Jahre gekommene blaue Steinrutsche ist einem neuen Modell aus Kunststoff gewichen. Die gelb-orangefarbene Wasserrutsche ist mehr als elf Meter lang und drei Meter breit – es können also mehrere Personen nebeneinander ins Wasser düsen.

Die Kosten für Bau und Montage betrugen rund 140 000 Euro. Der Förderclub Freibad Sandhofen hatte sich ebenfalls für die Investition eingesetzt und rund 10 000 Euro Spenden gesammelt. Viele der Sponsoren konnten Uwe Kaliske, Leiter des Rathaus-Fachbereichs Sport und Freizeit, und der Förderclub-Vorsitzende Roland Weiß bei der offiziellen Übergabe der Rutsche begrüßen. „Dank der großzügigen und zahlreichen Spenden konnte das Projekt ,Wasserrutsche’ umgesetzt werden“, freute sich Weiß. Damit gehe „ein lang gehegter Wunsch von uns zur Anhebung der Attraktivität in Erfüllung“. Das Bad stehe schließlich in Konkurrenz zum Carl-Benz-Bad und zum Lampertheimer Freibad. Unter den Sponsoren waren zahlreiche Firmen, Organisationen und Einzelpersonen aus dem Stadtteil.

Die neue Rutsche steht nicht am Platz der alten Steinrutsche, sondern auf der gegenüberliegenden Seite des Nichtschwimmerbeckens, neben der roten Elefanten-Rutsche für Kleinkinder. Für die Montage des neuen Modells musste unter anderem ein Fundament gebaut werden, erklärte Kaliske.

Hoffen auf warmen Sommer

Die Rutsche war allerdings nicht die einzige Investition in Sandhofen. Auch die sogenannten Durchschreitebecken, die zwischen Liegenwiesen und Schwimmbecken für saubere Füße der Badegäste sorgen, wurden durch Modelle aus Edelstahl ersetzt. Kosten: 210 000 Euro. Die alten stammten noch aus den 60er Jahren. Durch den Austausch habe man Verletzungsrisiken beseitigt, so Kaliske.

Im Carl-Benz-Bad dagegen gab es Stadtsprecher Jan Krasko zufolge keine größeren Investitionen, sieht man einmal von ein paar neuen, zusätzlichen Umkleidekabinen ab. Hier lief in den vergangenen Wochen – wie in Sandhofen auch – der übliche Frühjahrsputz. Das heißt: Zunächst einmal wird das Wasser abgelassen, das den Winter über – natürlich ohne Chlor – in den Becken ist und diese vor Frostschäden schützt. Dann reinigen die Schwimmmeister die Becken und streichen sie mit Chlorkautschukfarbe. Auch die Grünanlagen werden auf Vordermann gebracht, genauso wie die Wege. Die Technik wie Wasseraufbereitungs-, Chlorgas- und Heizanlage werden ebenfalls gewartet und bei Bedarf repariert.

Alle Beteiligten hoffen, dass die kommende Saison besser wird als die vergangene, die wegen des oft schlechten Wetters im Juli und August nicht gerade berauschend war. Das hat sich auch in den beiden Nord-Freibädern niedergeschlagen. In Sandhofen zählte man rund 18 400 Besucher, knapp 1000 weniger als 2016. Im Carl-Benz-Bad waren es mit 58 700 rund 9300 weniger.

Roland Weiß hat noch einige Ideen, das Freibad Sandhofen attraktiver zu machen. Schon vor der vergangenen Saison hatte der Förderclub W-LAN im Freibad gefordert. „Da sind wir leider noch keinen Zentimeter weitergekommen“, bedauert Weiß. Er würde sich darüber hinaus auch wünschen, dass das Angebot in der Cafeteria umfangreicher wird, sieht aber auch die Probleme, das umzusetzen. Für einen Betreiber sei es schwierig, in einer dreieinhalb Monate dauernden Freibadsaison ein umfangreiches Angebot bereitzustellen. In anderen Bädern sei die Gastronomie Teil einer ganzjährig geöffneten Gaststätte, da sei das leichter.

Einen Höhepunkt des vergangenen Jahres wird es wieder geben, wie Stadtsprecher Krasko betont: das Hundeschwimmen nach dem letzten Badetag. Im vergangenen Jahr hatten mehr als 100 Tiere mit Herrchen und Frauchen das Angebot genutzt. Am 10. September gehört das Bad erneut den Tieren.