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Neckarau Jahreshauptversammlung der „Pilwe“ in Mallau nach einer Stunde beendet / Neue Vorstandsmitglieder gewählt

Harmonische Sitzung der Narren

Archivartikel

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Wer auf die Uhr schaute, der wunderte sich. Da standen 18 Tagesordnungspunkte auf dem Programm der Jahreshauptversammlung der „Pilwe“. Wer nunmehr dachte, das geht ja ewig lange, der sah sich gewaltig getäuscht.

Denn nach etwas mehr als einer Stunde waren alle Punkte abgearbeitet, der gemütliche Teil der Sitzung konnte beginnen. Ein Mitglied, das sich eine Pizza bestellt hatte, hatte den letzten Bissen noch nicht hinuntergeschluckt, geschweige denn den bestellten Rotwein getrunken – da beendete Präsident Rolf Braun die Sitzung bereits wieder. Auf die Mallau ausgewichen waren die Narren, weil in Neckarau kein geeignetes Haus zur Verfügung steht, das freitags geöffnet hat. Dabei standen durchaus auch wichtige Dinge an, die allerdings alle ohne größere Diskussion behandelt wurden. Der Beitrag wird für ordentliche Mitglieder von bisher 36 auf 40 Euro jährlich erhöht.

Die Kassenprüfer waren ebenfalls im Einsatz. „Trotz größter Suche ist es uns nicht gelungen, Fehler in der Buchführung zu finden“, erklärte Kassenprüfer Alexander Fleck und empfahl der Versammlung die Entlastung von Kassenprüfer und Vorstand. Diese wurde schließlich durch 56 anwesende Mitglieder einstimmig erteilt.

Lange Anreise

In seinem Jahresbericht ließ Präsident Braun die vielen Veranstaltungen der Narrengilde noch einmal Revue passieren. Dabei erwähnte er, dass im Jahr 2018 keine Seniorensitzung stattfinden werden. Braun kündigte folgende Veranstaltungen an: Am 17. Juni Kinderfest, 23. und 24. Juni Stadtteilfest, 1. Juli Fahrradausflug und 25./26. August Traditionskerwe.

Gardeminister Holger Fischer ging auf den erfreulichen Zuwachs beim Musikzug und den Stoppelhopsern ein. Mit 13 Mädchen ist diese kleinste Garde so stark besetzt wie schon lange nicht mehr. Mit über 80 Tänzen von über 300 Aktiven aus 30 Vereinen ist der Gardeball auch finanziell ein Gewinn für die Narrengilde.

Mit den Heeschter Berkedieben aus dem fränkischen Hainstadt und der Narrengilde Gerbrunn aus der Nähe von Würzburg hatten zwei Vereine Anreisewege von mehr als 100 beziehungsweise 180 Kilometern. Trotz der Entfernung hielten die Narren einen Besuch in der Quadratestadt ab.

Auch die musikalische Neuausrichtung des Musikzuges sei erfolgreich. Hinter all dem ein stehe Trainerstab, der viel Zeit in seine Arbeit investiert, erwähnte Fischer. Neu in den Vorstand oder in neue Funktion gewählt wurden Ulrich Müller (Schriftführer), Frank Finger (Wirtschaftsminister) und Gertraude Karusseit (Organisationsministerin). Zum Elferrat ernannt wurde Dominik Bach. In kürzest möglicher Geschwindigkeit ging so eine harmonische Jahreshauptversammlung zu Ende. has