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Neckarstadt Malschule stellt sich in der Diakoniekirche Luther vor

„Herkunft spielt keine Rolle“

Archivartikel

„Gottesdienst plus Gäste“ heißt das Format, in dem die Diakoniekirche Luther Menschen in den Blickpunkt stellt, die sich in vorbildlicher Weise für ein gelingendes Miteinander einsetzen. Diesmal zu Gast waren Teilnehmer der internationalen Malschule der Arbeiterwohlfahrt. Dort leistet Künstlerin Christine Behrens seit 15 Jahren erfolgreiche Integrationsarbeit im Jungbusch.

Peter Geißert zeigte sich beeindruckt vom kreativen Können der jungen Künstler. Dabei weiß der Pfarrer, dass Behrens für den Nachwuchs mehr ist als eine reine Mallehrerin. „Wir kommen einmal wöchentlich zusammen“, wie die Künstlerin berichtete. Dabei treffen Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichem Migrationshintergrund aufeinander.

„Herkunft und Nationalität spielen bei uns jedoch keine Rolle“, wie Behrens betonte. Mittlerweile seien viele der Teilnehmer aus den ersten Jahren erwachsen geworden. „Wir haben alle ein sehr herzliches und offenes Verhältnis“, wie die Leiterin der AWO-Malschule verriet. Sie stehe ihren Schützlingen gleichfalls bei privaten Problemen bei. Dabei müsse sie zuweilen auch bei Liebeskummer trösten.

„Malen kann auch bei der Bewältigung persönlicher Erlebnisse helfen“, berichtete Jessy Kasti. Sie zählt mit 29 Jahren zu den ersten Besuchern der Malschule. „Ich halte bis heute Kontakt“, bestätigte die Studentin. Sade Ükil hat tolle Freunde in der Gemeinschaft gefunden. „Christine hat für uns stets ein offenes Ohr“, bestätigte gleichfalls Lydia Drengemann. Die beiden Dreizehnjährigen waren wie ihre gleichaltrige Freundin Sarah-Athina Mimic gleich mit mehreren Bildern präsent. „Man muss für die Kinder und Jugendlichen ein guter Zuhörer sein“, erklärte Christine Behrens ihr Erfolgsrezept. Ganz von selbst werde man dadurch zu einer Begleiterin ihrer Lebensfragen, wie die Künstlerin erzählte. Sie freue sich, dass die Malschüler der ersten Jahre nun bald erfolgreich ins Berufsleben einstiegen. jba