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Neckarau Programm für Groß und Klein zugunsten der Orgel der Matthäuskirche

Hoffnung auf viele Spenden

Archivartikel

„Wir ziehen alle Register!“ Unter diesem Motto startet die Matthäusgemeinde am 15. November um 19 Uhr in der Matthäuskirche die Kampagne für die Generalüberholung ihrer Orgel. Hierzu haben Haupt- und Ehrenamtliche der Gemeinde ein buntes Programm zusammengestellt. Schauspielerin Isolde Fischer wird durch den Abend führen und zusammen mit ihrer Kollegin Sabine Strobach eine Improvisationstheater-Einlage geben.

Wilhelma Froese hält eine Zaubervorführung, nicht nur für Kinder, bereit. Anna Vogt, Organistin an der Matthäuskirche, sowie Kantor Niklas Sikner von der Johanniskirche, werden an der Orgel musizieren, zum Teil mit vier Händen und vier Füßen. In der Pause gibt es Sekt und selbst gebackene Orgelpfeifen. „Lassen Sie sich überraschen“, sagt Annette Arnold, eine der Mitorganisatorinnen. Die Orgel der Matthäuskirche ist sanierungsbedürftig. „Es ist nicht so, dass man die Schäden unbedingt hört. Nur Fachleute nehmen mit geschultem Ohren wahr, dass die Orgel überholt werden muss. Aber das ist nötig, denn wenn wir nichts tun, wird die Orgel über kurz oder lang nicht mehr spielbar sein“, sagt Pfarrerin Regina Bauer. Ihr Kollege Tobias Hanel ergänzt: „Das ist wie bei einem Auto, das nach außen hin gut und gepflegt aussieht. Dann kommt es in den TÜV, und auf ein Mal hast du eine Mängelliste, die du abarbeiten musst. Die kleinen technischen Mängel müssen behoben werden, sonst hast du nicht mehr lange Freude an deinem Auto. Ähnlich ist es bei unserer Orgel.“

Der Ältestenkreis ist sich einig: Die Orgel wird generalüberholt. Die Kosten, die die Matthäusgemeinde aus Spenden aufbringen muss, belaufen sich auf 20 000 Euro. Die Vorsitzende des Ältestenkreises, Dorothea Scharrer: „Deshalb laden wir die Bevölkerung, unabhängig von Konfession oder Religion, zu dem Abend ein. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass wir in einer gemeinsamen Anstrengung unsere Orgel wieder in Schuss kriegen wollen.“ Die Mittel, die die Badische Landeskirche zur Verfügung stelle, seien nicht ausreichend, um das Projekt zu stemmen.

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