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Oststadt Reise in die Unterwasserwelt in der Kunsthalle

Kinder erfinden eigene Meerestiere

Meer erleben und mehr erfahren, das konnten 17 Kinder beim Workshop unter dem Titel „Alles in Bewegung – Meereswesen und andere Ungetüme!! Wir formen ein unbekanntes Meereswesen!“ in der Kunsthalle in Kooperation mit der Abendakademie Mannheim. Die Acht- bis Zehnjährigen gingen auf kreative Kaperfahrt.

Sie tauchten ab in die Welt der Kunsthalle. Dabei wurden die Kinder von den Kursleiterinnen Cornelia „Neli“ Dannenberg und Andrea Ostermeyer durch die Ausstellung begleitet. Sie legten an bei den „Wellentöchtern“ von Henri Laurens und wurden von den beiden Kunstpädagoginnen auf die Ideen hinter dem Kunstwerk und die Absichten des ausstellenden Künstlers aufmerksam gemacht.

Ganz ohne nass zu werden erkundeten Emilia, Ivan und die anderen Kinder die Unterwasserwelt. Sie tauchten ein in das Reich der Sirenen und wurden selbst ein Teil des maritimen Lebens im Spiel „Wie durch Wasser und Wellen“. Dadurch bekamen die Teilnehmer eine Idee für fließende Formen, die von bewegtem Wasser umspült werden. Als sie genug gesehen hatten, nahmen sie Kurs auf die Atelierräume, um sich im Anschluss an die Führung mit dem Gesehenen auseinandersetzen und das Gezeigte kreativ in eigenen Ideen umzusetzen. Hier konnten sie mit verschiedenen Materialien experimentieren und allein ein künstlerisches Projekt umsetzen, was besonderen Spaß machte. Gestalten mit Fundstücken aus dem Alltag war angesagt: Aus Altpapier und Stoffresten bauten sie Meereswesen – mehrköpfige Fabeltiere mit Nixenschwänzen und seltsamen Flossen.

Fließwatte und alte Zeitungen wurden zerrissen, geknüllt und zusammengekleistert. Das Ganze wurde mit Stoffresten gebündelt und umwebt und mit Kordeln geschnürt. „Das war eine Herausforderung für die Kinder“, sagte Andrea Ostermeyer. Dorothea Höfert, der Leiterin der Museumspädagogik der Kunsthalle, bewunderte die Meerestiere. Da gleitet langsam, fast schwerelos ein Schildkrötenweibchen vorbei, während am Meeresboden die Tornado-Schlange Richtung Ufer strebt. Obwohl jedes Kind sein eigenes Fabeltier kreiert hat, sind ihre Geschichten am Ende alle miteinander verwoben. ost