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Neckarau Fünftklässler des Bach-Gymnasiums führen Musical „Leben im All“ auf / Kosmische Geschichte mit 13 Liedern

Kindermusical über Rivalitäten unter Planeten

Archivartikel

„Leben im All“ – eines der derzeit mitreißendsten Kindermusicals hat das Bach-Gymnasium für die jährlichen Aufführungen der Fünftklässler wieder aufleben lassen. Das Stück um die Anfänge des Weltalls aus der Feder von Gerhard Meyer, dem langjährigen Musiklehrer am Moll-Gymnasium, zeigten die Fachschaften Musik, Kunst, Werken und Rhythmik als Gemeinschaftsproduktion nun bei der Premiere in der Aula.

14 Jahre nach der ersten Aufführung von „Leben im All“ am Bach hat das Musical nichts von seinem Charme verloren und ist mit Projektionen, Lichteffekten und Glitzerkostümen noch peppiger geworden.

Himmelskörper im Visier

Die kessen Sternschnuppen (Julia, Jana, Lina und Fenja) tanzen munter funkelnd über die Bühne, als Opa Galaxos – wie alle Sterne irgendwann – sein Leben aushaucht. Aber ein bisschen Zeit bleibt ihm noch, um Geschenke zu verteilen. Die Sonne (Miriam) im gelben Satingewand, mit Strahlen ums Haupt bekommt ein großes Eis. Der Saturn (Moritz) erhält seinen Ring, den er schnell auf seiner Hutkrempe fixiert, der fixe Komet XXL (Tunay) ein paar Rollschuhe und der blaue Planet (Elena) im passenden Gewand einen Mond.

Der kleinste Planet, Pluto, wird mit einer Kristallkugel bedacht, mit der man in die Zukunft sehen kann. Die Freude währt jedoch nicht lange, das böse schwarze Loch (Luisa, René und Sarah unter einem großen Tuch), das sämtliche Himmelskörper fressen will, stiehlt die Kugel. Nun müssen alle zusammenhalten, um das Erbstück zurückzubekommen. Venus (Emily), ganz weiblich kapriziös und verführerisch, soll das schwarze Loch bezirzen, derweil sich Komet XXL die Kugel greift. Der Plan gelingt und die All-Bewohner können nun in die Zukunft blicken, in der sich viele zweibeinige Wesen auf der Erde tummeln werden.

Der Planet tut sich angesichts dieses Gewusels zwar schon selber leid, aber man beschließt, den Himmel aufzuräumen und mit Sternbildern zu bemalen, um es den Menschen schöner zu machen. Mit dem Wunsch, dass auch das schwarze Loch, ein ehemals schöner, verloschener Stern, wieder glücklich sein soll, schließt die kosmische Geschichte versöhnlich mit dem Titelsong. Die insgesamt 13 Lieder, darunter Swing, Boogie-Woogie und Blues, werden vom Chor aus drei fünften Klassen dargeboten. Sie gehen ins Ohr, begeistern mit Wortwitz und machen gute Laune. Für die Texte der 15 Akteure sind die Erzählerinnen Ana und Lara zuständig, die mit viel Einfühlungsvermögen in die Figuren bei der Sache sind.

Musikalisch begleitet wird das Stück von Peter Jacob und Anne Westrich von der Fachschaft Musik an den Keyboards, von Abiturient Tom Wolf am Schlagzeug und von Dorothea Mertens als Chorleiterin. Für Bühne und Requisiten sind die Kunstlehrerinnen Iris Schletter und Nicole Grimm verantwortlich, für Kostüme und Regie Ursula Rohde.