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Lindenhof Abfalleimer am Glückstein-Platz überfüllt / Unliebsame Hinterlassenschaften 100 Meter vor Wohnhaus von Simon Reis / Geruch lockt Insekten an

Klage über Müll und Wespen

Archivartikel

Wespenschwärme, die leere Pizzakartons und weggeworfene Eistüten umschwirren, Abfallbehälter, die schon so voll sind, dass sich rings um sie herum Bananenschalen sowie mit Milch- und Zuckerresten verschmierte Kaffee-Pappbecher anhäufen: Kürzlich hat der junge Bürger Simon Reis mit seiner Schwester sowie deren Sohn und Tochter den neuen Spielplatz auf dem Hanns-Glückstein-Platz im Stadtteil Lindenhof besucht. Und die vier Anwohner, die im selben Wohnhaus in der Eichelsheimer Straße leben, mussten eine unschöne Entdeckung machen. Ihr Blick fiel auf die zwei Mülleimer des für zwei Millionen Euro kürzlich angelegten Spielplatzes. Beide Behälter quollen vor Abfall geradezu über: „Das war eklig und alles andere als toll. Jetzt zur warmen Jahreszeit, in der viele draußen sind, wäre es sinnvoller, die Mülleimer öfter zu leeren“, kritisiert Anwohner Reis.

Angst vor Wespenstichen

Auch im Hinblick auf Insekten, die von dem Geruch weggeworfener Essensreste angelockt werden. „Eine Wespe flog mir sogar ins Hosenbein“, erzählt der 23-Jährige. Kinder mit zarter Haut oder einer Allergie könnten gegen solche Wespenstiche empfindlich reagieren.

Mit seinem Anliegen sei Reis bereits auf Oberbürgermeister Peter Kurz zugegangen, dem er über das Soziale Netzwerk Facebook eine Nachricht zukommen ließ. Gegenwärtig würden die beiden Mülleimer am Spielplatz des neuen Glückstein-Parks zweimal in der Woche von städtischen Mitarbeitern geleert.

In einem Mülleimer habe, wie Reis informierte, eine halbleere Sektflasche gesteckt, umschwirrt von unzähligen Wespen. „Ich konnte nicht näher heran, um die Wespen alle zu zählen, sonst wäre ich auch zerstochen worden“, erinnert sich Reis an diesen Anblick.

„Der Spielplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche, um dort einen über den Durst zu trinken“, weiß Reis, der als Mitarbeiter eines Kundendienstes im Auto viel zwischen Mannheim, Ludwigshafen und Umgebung pendeln muss. Wenn sich Besucher etwas zu essen mitbringen, so Reis, dann würden die Menschen den Spielplatz noch zusätzlich vermüllen. Selbst hat der 23-Jährige keine Kinder. Gemeinsam mit seiner Freundin wohnt Reis im selben Wohnhaus wie seine Schwester und deren Kinder, etwa 100 Meter vom Lindenhofer Spielplatz entfernt.

„Wenn auf dem Spielplatz ein bis zwei Mülleimer mehr stünden, würde das Keinem wehtun“, empfiehlt Reis, der ursprünglich aus dem südhessischen Biblis stammt und Anfang des Jahres aus beruflichen Gründen nach Mannheim in den Lindenhof umzog, Darüber hinaus stört sich der junge Mann an dem neuen Klettergerüst, das direkt an einer Schutzwand steht. Kinder, die mit Vorliebe über diese Wand herüberklettern, könnten leicht herunterfallen, findet der 23-Jährige.