Stadtteile

Neckarau Lokale Agenda 21 zur Sanierung des Rheindamms

„Längst nicht alles ausgereizt“

Auch wenn das Regierungspräsidium aktuell einige Vorschläge der Bürger und Umweltverbände aufgegriffen habe – eine tragfähige Lösung für die Sanierung des Rheinhochwasserdammes ist immer noch nicht in Sicht. Das findet der Verein Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau, die sich nach der dritten Bürgerinformationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Karlsruhe (RP) in der Rheingoldhalle nochmals ausführlich mit den unterschiedlichen Vorschlägen zur Rheindammsanierung befasst hat.

Die Lokale Agenda 21 Mannheim-Neckarau hält es daher für unerlässlich, sowohl die sehr wichtigen Sicherheitsaspekte zur Hochwasserabwehr als auch die Aspekte des Umwelt- und Baumschutzes wohldurchdacht abzuwägen, um zu einer nachhaltigen Lösung mit großer Akzeptanz zu gelangen. „Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Planungen des RP KA den alternativen Vorschlägen/Gutachten der Bürgerinitiative ,BIG Lindenhof’ durch die Stadt Mannheim als Genehmigungsbehörde ernsthaft gegenübergestellt werden“, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

Dazu müsse eine Bewertungsmatrix beispielsweise gemeinsam durch die Stadt, das Regierungspräsidium und der Bürgerinitiative erarbeitet werden, die dann die Grundlage für eine ausgewogene Entscheidungsfindung darstellen würde.

Stadtteile stark betroffen

„Das Ergebnis dieses Vergleichs mit Bewertung könnte und müsste dann eine gute und objektive Entscheidungsgrundlage für die Mannheimer Verwaltung und insbesondere für den Mannheimer Gemeinderat sein“, so die Lokale Agenda 21.

Bei keiner Variante der Dammsanierung könnten alle Bäume erhalten werden, betont der Verein. Es gelte jedoch, das Optimum zwischen Hochwassersicherheit und Baumerhalt zu ermöglichen – und da seien noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgereizt.

Für die dann notwendigen mehr oder weniger umfangreichen Ersatzbepflanzungen sei derzeit ausschließlich der Mannheimer Norden vorgesehen. Da aber bekanntermaßen – neben der Innenstadt – die Stadtteile Lindenhof, Almenhof, Neckarau und Rheinau hinsichtlich der Hitzebelastung in den Sommermonaten die am stärksten betroffenen Stadtteile seien, hält es der Verein für erforderlich, diese Ausgleichsmaßnahmen vorrangig im Mannheimer Süden durchzuführen. Als eine Möglichkeit schlägt der Verein die Bepflanzung des Niederbrücklplatzes in Neckarau vor, eines Schotterplatzes am Rande des Aufeldes. red

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