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Herzogenried Diskussion über das Entwicklungskonzepts des Parks / Interessensgemeinschaft zufrieden

Mehr Garten, Sport und Platz für Tiere

Archivartikel

Wie soll der Herzogenriedpark zukünftig aussehen und welche Angebote soll es geben, welche verbessert werden? Nach zwei Workshops im Herbst, bei dem Bürger ihre Ideen einbringen konnten, wurde nun in der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) das Entwicklungskonzept für die Neugestaltung des Parks vorgestellt. Dieses hat das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) im Auftrag der Stadtpark-Gesellschaft erarbeitet. „Es war kein Ringen um Lösungen“, sagte Parkchef Joachim Költzsch. Vielmehr „konnten Bürger bei diesem Prozess unter Federführung des Parks ihre Anregungen einbringen“. Klar wurde, dass die Umzäunung des Parks und die Bezahlangebote bleiben, denn dazu gebe es Verträge. Ansonsten soll es mehr Möglichkeiten zum Gärtnern geben, mehr Sportangebote und mehr Platz für Kleintiere.

Stefan Eckl vom ikps nahm die zahlreichen Bürger, Stadträte und Mitglieder der Aktionsgemeinschaft Herzogenriedpark anhand der Pläne mit auf einen Spaziergang durch den neuen Park: Der Verbleib des Wasserspielplatzes in der Nähe des Haupteinganges hänge davon ab, ob der Eingangsbereich mit Multihalle bleibt, so Eckl. Werde dieser Bereich vom Park abgetrennt, soll der Wasserspielplatz an den Wasserlauf verlegt und ihm eventuell ein kleiner Bereich der Liegewiese vom Herzogenriedbad zugeschlagen werden. Der Bauerngarten werde aufgewertet und erweitert – etwa durch Hochbeete und gemeinsames Gärtnern. Beim Bauerngarten könnte ein Gebäude für das umweltpädagogische Parkangebot „Grüne Schule“ errichtet werden. Auf der großen Spielwiese könnte auch ein „Grünes Klassenzimmer“ entstehen. Geprüft werde zudem der Standort für ein Bienenhaus in der Nähe vom Kneippbecken. Das soll ebenso saniert werden wie die Holzterrassen am Weiher.

Öffnung zum Bad

Erhalten und saniert werden sollen bei der Sportwiese der Rasenplatz, die Rundlaufbahn, die Umkleide und die Toiletten. Auf den bisher ungenutzten Flächen könnte ein Beachvolleyballfeld mit Außendusche entstehen. Ergänzt werden könnte das Sportangebot auch durch Slackline, Fitnessgeräte für Ältere und eine Joggingstrecke.

Die Konzertmuschel soll ein kulturelles Zentrum werden mit zusätzlichen Angeboten aus dem Quartier und einem Kiosk mit verlässlichen Öffnungszeiten, erklärte Eckl weiter. Geprüft werde indes der Ausbau des Geheges für Kleintiere und der Weidefläche für Schafe. Der Eingangsbereich dort soll ebenso barrierefrei werden wie das Rosarium. Auf dem Spielplatz sollen nach dem Entwurf auch Spielgeräte für mobilitätseingeschränkte Personen und ein Sonnensegel errichtet werden. Geprüft werde zudem eine punktuelle Ergänzung durch einen Matschspielplatz. Statt des ungenutzten Schachfelds werde der stark frequentierte Grillplatz großzügiger und offener gestaltet – mit einem Freispielbereich für Kinder.

Die Verantwortlichen eruieren eine Öffnung von Kombibad und Herzogenriedpark per Kombiticket. Költzsch: „Bereits 2019 werden verschiedene Projekte in Angriff genommen, 150 000 Euro sind eingestellt.“ Neben Angebotsverbesserungen wie Planung und Überarbeitung des Bauerngartens, umweltpädagogischen Angebote der „Grünen Schule“ im Spätsommer, einem neuen Pächter für den Kiosk ab Frühjahr 2019 bei der Konzertmuschel, einer Teilsanierung des Grillplatzes sowie der Beginn einer neuen gärtnerischen Gestaltung werde es auch schon infrastrukturelle Verbesserungen geben – wie die Sanierung der Toilette neben der Sportlerumkleide, Wegesanierung vor allem im Bereich der Konzertmuschel, Erschließung des Rosariums durch einen barrierefreien Zugang, Ersatz des Brückengeländers am Hauptweg, Verbesserung des Leitsystems und der Pflanzeninfo erfolge auch eine Teilerneuerung von Strom-, Wasser- und Glasfaserleitungen sowie die Sanierung des Tiefbrunnens.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Herzogenried und Stadtrat Thomas Trüper (Linke) war „beeindruckt“ vom Entwicklungskonzept“. Auch Gerhard Heckmann von der Aktionsgemeinschaft Herzogenried war „im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit Ergebnis, weil alle anfangs geäußerten Vorschläge der Bürger im Entwicklungskonzept enthalten sind“. Jetzt müsse der weitere Ausbau in die Planung gehen. Parkchef Joachim Költzsch habe versprochen, sie über Neuigkeiten zu informieren und sie schon zur Informationsveranstaltung im Februar oder März eingeladen, sagt Heckmann.