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Rheinau Immer mehr junge Familien in Rheinau-Süd / Kita St. Johannes um zusätzliche Gruppenräume erweitert

Mehr Platz und ein neues Konzept

Archivartikel

„Fiederallalla, endlich ist es geschafft!“ sangen die Kinder im passenden Bauarbeiter-Outfit. In den letzten zwölf Monaten haben die Stadt Mannheim, die Gesamtkirchengemeinde und die Seelsorgeeinheit Mannheim-Süd rund 270 000 Euro in die Hand genommen, um der Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von einem Monat bis sechs Jahren in Rheinau-Süd nachzukommen.

So wurde das alte Gebäude an der Frobeniusstraße für die Kindertagesstätte St. Johannes umfangreich saniert und erweitert sowie das Außengelände aufwendig neu gestaltet. Mit einer Andacht und einem bunten Fest mit zahlreichen Gästen wurde die runderneuerte Kita wieder eröffnet. Als Wohnstadt für junge Familien steht Rheinau-Süd nun wieder hoch im Kurs.

Möglich wurden die Sanierung und Erweiterung der Kita durch die Initiative des Bauträgers Bonova, der in den letzten Jahren das neue Quartier am Rheinauer See errichtet hat. Jetzt ziehen immer mehr Eltern mit ihren Kindern dorthin.

Gut gerüstet

Die Stadt sieht sich für die neuen Bewohner gut gerüstet, dank Investition in die Betreuungseinrichtung. In dem Zuzug sieht Bildungs-Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft. Die vielen neu zugezogenen Familien seien auch ein Indiz für die hohe Lebensqualität in Rheinau-Süd. Dieser Trend zeige sich in der steigenden Nachfrage nach Kinderbetreuungsangeboten. Um den Bedarf auch an Kitaplätzen in Rheinau-Süd zu decken, wurde die Bildungseinrichtung an der Frobeniusstraße um das zuletzt leerstehende Obergeschoss erweitert und damit Platz für eine weitere Kindergruppe geschaffen.

Entstanden sind zwei zusätzliche Gruppenräume, einer mit Schwerpunkt Kreativität und der andere mit Schwerpunkt Tischspiele, unter anderem zum Kneten. Es gibt eine Bibliothek, einen Forscherraum, ein Personal- und ein Elternsprechzimmer, einen Waschraum und ein Atelier. Insgesamt können nun 94 Kinder, darunter 10 Krippenkinder, in fünf Gruppenräumen betreut werden.

„Lange Zeit haben wir auf den Tag gewartet, und nun ist er endlich da“, freute sie Kita-Leiterin Anne Joachim. Sie dankte allen Beteiligten für ihre „Flexibilität und ihr Verständnis“ sowie Architekt Paul Heemskerk vom Mannheimer Architektur-Büro Motorplan für seine „kreative und zielführende Arbeit“.

Laufender Betrieb

Der Umbau fand während des laufenden Betriebs statt. Das war keine leichte Aufgabe – weder für die Mitarbeiterinnen, noch für die Kinder und für die Kinderbeauftragte Ingrid Fiederlein. Vor fünf Jahren hätten sie angefragt, ob der Kindergarten bereit ist zur Erweiterung des Hauses. „Es war ein langer Weg, da wir das Ganze erst noch mit dem Stiftungsrat und der Stadt abklären mussten, doch es hat sich gelohnt.“ Sie dankte der Stadt, dem Stiftungsrat und der Gesamtkirche für ihre Unterstützung sowie dem Rheinauer SPD-Stadtrat Thorsten Riehle, der mit Nachdruck für eine schnelle Erteilung der Baugenehmigung gesorgt habe.

Nach dem Segen durch Pfarrer Lorenz Seiser eroberten die Gäste die runderneuerte Kita zusammen mit den Erzieherinnen, die nun durchstarten können mit einem neuen pädagogischen Konzept, das den Kindern mehr Freiheit und Wahlmöglichkeiten beim Spielen und Lernen lässt.

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