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Käfertal Kommunalpolitiker haben ein offenes Ohr bei der Stadtteilversammlung für die Anliegen der Jugend

Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Archivartikel

Müll und Hundekot auf Straßen und Plätzen, eine defekte Skater-Anlage und Gefahren auf dem Schulweg: Bei der Stadtteilversammlung für Kinder und Jugendliche in Käfertal wiesen die jungen Teilnehmer aber nicht nur auf Probleme hin, sondern unterbreiteten den in großer Zahl erschienenen Kommunalpolitikern sowie Vertretern von Verwaltung und Vereinen im Kulturhaus auch konkrete Lösungsvorschläge.

Konkrete Vorschläge von Kindern

Die Veranstaltung wurde vom 68DEINS Kinder- und Jugendbüro organisiert. Wie Moderatorin Lisa Kipphan berichtete, haben im Vorfeld Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros mit jungen Menschen aus dem Stadtteil über deren Anliegen und Themen gesprochen. Die Foren fanden im Kinder- und Jugendheim St. Josef, im Kinderhaus Käfertal, im Jugendtreff St. Hildegard, in der Bertha-Hirsch-Schule und im Rahmen des Projekts Younity Mannheim (Kulturhaus und who am I Creative Academie) statt. Dabei wurden Präsentationen erarbeitet, die die Stadtteiljugend bei der Versammlung den Kommunalpolitikern sowie den Vertretern der Verwaltung und von Vereinen vorstellte.

Emilia und Felix aus dem Kinderhaus Käfertal bemängelten, dass es kein Volleyballnetz und keinen Rasen auf ihrem Bolzplatz gibt. Sie wünschten sich auch mehr Bälle und weniger Hundekot auf dem Platz. Simon und Valentin ärgern sich über Müll und Hundekot auf den Spielplätzen bei der Albrecht-Dürer-Schule und im Stempelpark. Der wäre außerdem noch cooler, wenn dort auch Sportgeräte wären.

Die Kinder boten an, zweimal im Jahr gemeinsam die Spielplätze zu reinigen sowie einmal im Jahr mit allen Bewohnern für Sauberkeit im Stadtteil zu sorgen. Sie wollen auch Schilder aufstellen mit dem Hinweis, dass Dreck in die Abfallbehälter gehört. Der Müll auf Straßen, Wegen und Plätzen beschäftigte auch die jungen Bewohner im Kinder-und Jugendheim St. Josef. Justin und seine Freunde forderten deshalb mehr Mülleimer und Hundekottütenspender. Ihr Vorschläge für ein sauberes Umfeld sind: die Mülleimer bunt anmalen zur besseren Sichtbarkeit sowie ein Müllsammelwettbewerb mit Belohnung.

Ein Problem bei der Bertha-Hirsch-Schule sind die vielen und zu schnell fahrenden Autos. Darum forderten Nell, Meyron und Raphael hier eine Ampel oder einen Zebrastreifen. Schön fände Mila auch einen überdachten Spielplatz, auf dem sie in der Pause und nach der Schule auch bei schlechtem Wetter spielen könnten. Egemen wies auf die beschädigten Rampen, Scherben und Müll auf der Skaterbahn hin. Zudem sollten es auch mehr und höhere Rampen sein.

Die elfjährige Laura und der 14-jährige Joel fanden es „ganz toll, dass die Erwachsenen uns wirklich zugehört und unsere Anliegen notiert haben“. Die Kommunalpolitiker lobten die jungen Teilnehmer: „Die Präsentationen sind total klasse und echt cool vorgestellt.“. Die Bezirksbeiräte versprachen, die Anliegen und Wünsche der Stadtjugend im Bezirksbeirat zu besprechen. Die Stadträte wollen sich auch im Gemeinderat vor allem für einen sicheren Schulweg einsetzen. „Leider kann man nicht alle Vorschläge umsetzen, aber wir versuchen es“, versprach Chris Rihm (CDU). Auf jeden Fall würden die Teilnehmer von ihnen eine Rückmeldung erhalten, versicherten die Kommunalpolitiker.

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