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Franklin Wespin Stiftung feiert Richtfest in neuem Wohnhaus

„Meilenstein für Kinder“

Viele Gäste waren gekommen, die Handwerker und andere Baubeteiligte waren ebenfalls eingeladen, als die Familie Wespin Stiftung Mannheim das Richtfest für ihr neues Wohnhaus auf Franklin feierte. Birgit Maaßen-Rux, Leiterin des Kinder- und Jugendhilfezentrums Wespinstift, blickte in ihrer Rede auf den bisherigen Projektverlauf zurück. Am 1. Juli war Baubeginn beim sogenannten „Torhaus“ im Konversionsgebiet Benjamin-Franklin-Village. Das Haus für zwei geplante Wohngruppen für Jugendliche liege an einem besonderen Punkt auf Franklin, setze ein markantes Zeichen mit seinem neuen Angebot für psychisch gestörte Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahre.

„Mit dem neuen Wohnhaus wird ein Meilenstein gebaut für die Zukunft der Kinder“, freute sich die Stiftungsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb. Die Familie Wespin Stiftung Mannheim habe den Bedarf für dieses zusätzliche Angebot der Hilfe für psychisch gestörte Jugendliche erkannt.

Das Kinder- und Jugendhilfezentrum Wespinstift wurde vor 125 Jahren als Waisenhaus für Knaben 1893 in der Schwetzingerstadt gegründet, berichtete Freundlieb. Seit 50 Jahren ist die Einrichtung auf der Vogelstang etabliert. Die Wohngruppen wurden im Laufe der Zeit dem Bedarf der sich wandelnden Gesellschaft angepasst.

Lebenslange Versorgung

Im Jahr 2000 wurde die erste Intensivgruppe für von seelischer Behinderung bedrohte Kinder bis zwölf Jahre eröffnet. Im Rahmen dieses Kooperationsprojekts mit dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) und der Schule im Quadrat am ZI wurde acht Jahre später eine zweite Gruppe eröffnet. In den vergangenen Jahren sei dann die Idee entstanden, eine weiterführende Intensivgruppe für Jugendliche ab zwölf Jahre bis zur Verselbstständigung zu schaffen, so Freundlieb.

Platz für den neuen Wohnraum habe die Stiftung auf Benjamin Franklin gefunden. Dadurch werde eine lebensnahe Versorgung der Kinder und Jugendlichen im Umfeld ihrer Familie ermöglicht. Durch das Angebot werde somit eine Versorgungslücke in Mannheim geschlossen. „Das neue Angebot soll ein integrierter Bestandteil im neuen Stadtteil werden“, hoffte Freundlieb. ost