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Gartenstadt Kunstobjekte und Literatur zu Goethes „Faust“ in der Galerie FormStein / Finissage am 15. Dezember / Erdmaterialien mit Textpassagen verarbeitet

Mephisto und Gretchen auf Leinwand und Papier

Wieder einmal hat Karl Kaufmann ein gutes Händchen bewiesen: Diesmal konnte der Galerist den bildenden Künstler Bernd Gerstner und die Wortkünstlerinnen Kristin Wolz und Christiane Hedtke seinen Gästen in der Galerie FormStein präsentieren.

Im sehr gut besuchten Ausstellungsraum waren 40 Bilder aus der Serie „Faust“ von Bernd Gerstner zu sehen. In Gerstners Bildern werden Textpassagen aus Goethes Faust integriert. Die Bilder sind mit seinen üblichen Methoden zur Farbgebung, der Verarbeitung von Erdmaterialien in den Bildern, gemalt. So bannte er unter anderem Mephisto, Gretchen und Dr. Faust auf seine Leinwände. Eingebunden jeweils mit einem Text aus „Faust“; wie „Heinrich mir graust vor dir“, „Das also war des Pudels Kern“ oder „Der Worte sind genug gewechselt“.

Um ein „Echo auf Goethes Faust“ auch hörbar zu machen hatten sich die beiden Lyrikerinnen und Prosaistinnen Kerstin Wolz und Christiane Hedtke mit diesem Thema auseinandergesetzt. Beide sind Mitglieder im Mannheimer Literaturverein „Die Räuber 77“. Die Beiden nahmen die Besucher der Veranstaltung mit auf einen literarischen Rundgang. An verschiedenen Standorten, vor den Kunstobjekten, brachte sie abwechselnd ihre Interpretationen zu den Bildern und zu Goethes Faust zu Gehör. Das Ergebnis ihrer Überlegungen war auch zum käuflichen Erwerb ausgelegt. Am Klavier unterstützte Pianist Christian Gerdon die Akteure durch seine Interpretationen am Klavier.

Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr sowie freitags und samstags von 10 bis 12 Uhr zu sehen. Die Finissage findet am Sonntag, 15. Dezember, um 11 Uhr statt.

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