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Neckarau Maria Rusu gewinnt unter allen Viertklässlern Stadtteilentscheid der Leseolympiade in der Stadtteilbibliothek

Mit guter Betonung zum Sieg

„Hier sind heute nur die besten Leserinnen und Leser, strengt euch an. Ihr schafft das schon“, animierte Moderatorin Gertrud Gerner, die Leitern der Stadtteilbibliothek in Neckarau. „Ihr lest laut und deutlich, damit es auch in der letzten Reihe verstanden wird“, wies Moderatorin Gerner an. In der Stadtteilbibliothek am August-Bebel-Park fand im Rahmen der Leseolympiade, unterstützt durch die VR Bank Rhein-Neckar eG, der Stadtteilentscheid statt. An dem Vorlesewettbewerb nahmen die vierten Klassen der Diesterwegschule, der Almenhofschule, der Schillerschule und der Wilhelm-Wundt-Grundschule teil.

Bevor die Mädchen und Buben jeweils eine ihnen zugewiesene längere Textpassage aus dem zeitgenössischen Kinderbuch „Nur mal schnell das Mammut retten“ des Schriftstellers Knut Krüger von 2017 vortrugen, mussten die Heranwachsenden an Gruppentischen verteilt ein Aufgabenblatt mit kniffligen Fragen zu dem vorgelegten Buch und ein Geheimschrifträtsel lösen.

Animalische Geschichte

Anschließend begaben sich die Sprösslinge nacheinander zu zweit nach vorne, um hinter einem Vorlesetisch mit konzentriertem Blick auf ihre Unterlagen die animalische Geschichte von Autor Knut Krüger einfühlsam zum Leben zu erwecken. Daneben saß die dreiköpfige Jury, aufmerksam zuhörend, die sich aus den Juroren Elisabeth „Lisa“ Weingärtner, die Leiterin der Stadtteilbibliothek Schönau, Hendrik Matten, der Filialleiter der örtlichen Volksbank, und Karin Seifried, die Erste Vorsitzende des Freundeskreises der Stadtteilbibliothek Neckarau „Wilhelm-Wundt-Bücherei“, zusammensetze. In dem Roman entdeckt ein zehnjähriger Junge namens Henry im Wald ein lustiges Urzeitwesen mit Stoßzähnen, mit dem der Knabe als zotteliger Familienhund-Ersatz eine enge Freundschaft schließt. „Wie es mit dem Mammut weitergeht, erfahrt ihr in dem Buch, dass ihr euch in der Bibliothek ausleihen könnt“, empfahl Moderatorin Gertrud Gerner.

Für die Bewertung der kleinen Vorleser achtete die Jury auf Kriterien wie Betonung, Aussprache, sprachliche Fehlerquote und das Lesetempo. Als Sponsor stellte die lokale Volksbank-Filiale das Budget für die bei der Leseolympiade zu gewinnenden Buchpräsente bereit. „Bücher kosten zwischen zehn und zwölf Euro, wir bekommen dafür ungefähr 180 Euro“, erklärte Bibliotheksleiterin Gertrud Gerner.

Nachdem sich die Wertungsrichter zur Beratung zurückgezogen hatten, kürten die Juroren Maria Rusu mit dem ersten Platz, Leyla Bal mit dem zweiten Platz und Diana Brenner kam auf Platz drei. Als Trostpreise spendierte der Bibliotheks-Freundeskreis den restlichen Teilnehmern süße Gummibärchen und kleine Präsente. „In den Sommerferien werde ich zehn Jahre alt. Wir fahren mit der Familie in Urlaub“, schilderte Siegerin Maria Rusu von der Almenhof-Grundschule, die als Erstplatzierte den Roman „Die Schule der magischen Tiere“ von Schriftstellerin Margit Auer geschenkt bekam, unter Heranwachsenden gegenwärtig eine beliebte Buchreihe mit fantastischer Handlung. „Nach den Sommerferien wechsle ich auf das Bach-Gymnasium“, verriet Siegerin Maria Rusu, die als lesende Vertreterin des Stadtteils Neckarau am Stadtentscheid am 15. Juli teilnahm.