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Jungbusch Erstes Bewohnerfest in der Untermühlaustraße / Verein organisiert Treffen und soziale Projekte

„Miteinander statt aneinander vorbei“

Archivartikel

Das erste Bewohnerfest in der Untermühlaustraße – viele dort lebende Familien sahen dies als Anlass, zusammenzukommen und eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Die Kinder tobten sich auf der Hüpfburg aus, die sie von GBG und dem Bezirksbeirat gestellt bekommen haben. Eltern und Freunde aßen, tranken und plauschten auf den Bierbänken, die vom Stadtteilservice Biotopia gestellt worden waren.

Die Bewohner brachten Salate, Börek, Reis mit Bulgur und Kichererbsen, Gemüseeintopf und Tiramisu mit. Es liegt ganz im Interesse der Bewohner, regelmäßig Feste zu veranstalten und so untereinander den Kontakt zu stärken und zu fördern.

„Miteinander leben statt aneinander vorbei zu leben“ – Konstantinos Sioutis, Sozialarbeiter des Diakonischen Werkes und Leiter des Gemeinwesenprojekts Untermühlaustraße, kann diesen Leitspruch nur unterschreiben. Für den gebürtigen Stuttgarter griechischer Herkunft ist es wichtig, die verschiedenen Nationalitäten zu vereinen und ein Miteinander zu schaffen. „Mit unserem Bewohnerverein Untermühlau e.V. möchten wir die Bewohner näher zusammenbringen und auch Probleme in der Mieterschaft versuchen zu lösen“, sagt er.

Einkaufsgutscheine als Dank

Mit Stefan Rothbart und Murat Dönmez, Vorsitzende des Bewohnervereins, möchten sie Isolation bekämpfen und ein Gemeinschaftsgefühl aufbauen. Den engagierten Mietern schenkten sie Einkaufsgutscheine als Dank für das reichliche Essen und Trinken. Aktuell werden von den Vorstandsmitgliedern noch Unterschriften gesammelt.

Den Verein soll es aber schon ganz bald offiziell geben. Es sind sogar bereits Projekte in Planung. Neben einem großen Gemeinschaftsgarten soll es im November eine „Schnippelparty“ geben. Von der Tafel und der Diakonie Mannheim wird Essen zur Verfügung gestellt, vor allem Obst und Gemüse, das gemeinsam „geschnippelt“ und im Anschluss gegessen werden kann. Außerdem ist ein selbst gestaltetes Kochbuch mit internationalen Gerichten in Planung.

Elisabeth Gregec-Gergely ist seit 18 Jahren im Bereich Sozialmanagement tätig. Auch sie engagiert sich für das Gemeinwesenprojekt Untermühlaustraße. Gemeinsam sollen Projekte initiiert werden. So sollen für die ausländischen Bewohner auch Sprachkurse angeboten werden. Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat findet ein Frauenfrühstück statt.

Makri Karsigi ist dankbar für die Gründung des Vereins. „Ich freue mich und bin sehr zufrieden.“ Die aus dem Kosovo stammende Frau wohnt seit 1994 in Mannheim und seit 2000 in der Untermühlaustraße. Für sie sind die Unternehmungen eine willkommene Abwechslung. Um noch mehr Bekanntheit zu erlangen sind eine Homepage sowie eine Facebookseite. Die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten in der Untermühlaustraße sollen voraussichtlich bis 2020 andauern. gio