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Süd/Rheinau Balkonorchester gibt Abschiedskonzert

Musik hilft durch die schwere Zeit

Archivartikel

Seit Ostern war im Casterfeld das Sandrain Corona Balkonorchester zu hören, zunächst täglich, dann lange noch dreimal in der Woche. Jetzt gab das Ensemble sein Abschiedskonzert im Casterfeld an der Ecke Stolzeneckstraße/Sandrain. Es begann mit einem Posaunensolo: Am Vorabend des Ostersonntags blies Michael Rupp, wie von der Evangelische Kirche Deutschland vorgeschlagen, zwei Strophen des Chorals „Der Mond ist aufgegangen“ vom Balkon. Bereits am Montag waren es schon drei, zum Schluss bei „Vollbesetzung“ 13 Amateur-Musikerinnen und -Musiker, die sich regelmäßig zusammenfanden.

Große Bandbreite

In der Bandbreite dieser Mischung lag stets der Reiz der Auftritte: Gesangseinlagen von Michael Kußmann, Luisa Mrogenda (Gesang) und Julian Möhwald (Keyboard), oder von Liljana Tondo wechselten ab mit Solostücken für Horn (Waltraud Kolander), Tenorsaxofon (Celine Marci) oder Keyboard (Calogero Leonardi). Dazwischen gab es Jazzeinlagen von Michael Rupp (Posaune) und Leopold Kohlbrenner (Gitarre), den Kern der Auftritte machten aber Choräle und Volkslieder aus, die vom Publikum begeistert mitgesungen wurden.

„Erstaunlich, wie viele uns immer treu blieben“ wundert sich Rolf Schmidt, der mit der Violine als einer der ersten dazustieß. „Das war in der Zeit des Lockdowns ein fester Anlaufpunkt, der Zuhörern wie Mitwirkenden Spaß gemacht und Abwechslung und Anregung gegeben hat“, sagt Damaris Köhler, die von Anfang an mit der Bratsche begleitete. Inzwischen häufen sich wieder berufliche Termine, und das Leben mündet mehr und mehr in die neue Normalität ein. Daher hat sich das Ensemble dazu entschlossen, nach über 70 Auftritten nun sein Abschiedskonzert zu geben.

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