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Schönau Posaunenchor der Evangelischen Gemeinde und Kirchenchor aus Leutershausen treten gemeinsam in der Emmauskirche auf

Musikalische Reise durch die Epochen

Ein gewaltiges Klangerlebnis brachte jetzt Virtuosität und musikalische Wucht ins Programm des Schönauer Kultursommers. Mit einem Konzert der Extraklasse begeisterten der Posaunenchor der Evangelischen Gemeinde Schönau und der Kirchenchor aus Leutershausen (Bergstraße) unter Leitung von Ottmar Öhring die Konzertbesucher in der Emmauskirche.

Die Musiker und Sänger boten dem Publikum einen facettenreichen musikalischen Dialog mit Werken aus alten und neuen Zeiten. In der trotz Sommerhitze gut gefüllten Schönauer Kirche waren die Besucher gespannt, was sie wohl bei der Zeitreise durch die Epochen erwarten würde, die der Mannheimer Posaunenchor ihnen zuvor angekündigt hatte.

Die Reise starteten die Bläser mit Stücken barocker Komponisten wie das gefühlvoll intonierte „Bransle de la Royne“ von Michael Praetorius. Dirigent Öhring forderte das Publikum zum Mitsingen auf beim Lied „Himmel, Erde, Luft und Meer“, und die Konzertbesucher folgten dieser Aufforderung gerne. Beim bekannten Choral von Michael Schütz „Großer Gott, wir loben dich“ überraschte der Posaunenchor mit modernen swingenden Tönen.

Weiter ging der Abend in der Schönauer Emmauskirche mit den Gästen aus Leutershausen, die die Zuschauer auf der Reise durch die verschiedenen Epochen weiter begleiteten. Bei Johann Sebastian Bachs „Ich will den Namen Gottes loben“ und John Rutters „Schau auf die Welt“ faszinierten die Sänger mit dem Klang ihrer Stimmen.

Nach ihrem Hymnus von F. Silcher „Jauchzet, jauchzet dem Herrn“, entführte der Posaunenchor in die Welt des Gospels. Bei „Glory Halleju!“ wippten die Füße der Zuhörer mit. „Komm sag es allen weiter“ – der Posaunenchor der Evangelischen Gemeinde Schönau verstand es, zu begeistern: ob temperamentvoll dynamisch oder mitreißend zart und innig wie bei Richard Roblees „Just a closer walk with Thee“.

Barock und Renaissance

Nach der Pause ging es wieder zurück in die Barock- und Renaissance-Zeit. Die Bläser luden ein zum Tanz mit einer Suite von Claude Gervaise. Und wieder übernahm der Gastchor die musikalische Regie: „Ich will dem Herren singen“ und Du bist da“ von G.P. Münden, der selbst einst den Leutershausener Chor leitete.

Nach dem strahlenden „Jauchzet Gott in allen Landen“ des Kirchenchors kam es zu dem mit Spannung erwarteten Dialog von Sängern und Bläsern mit „Lobsinget Gott, dem Herrn“.

„Schöner und klangvoller kann man Gott nicht loben“, schwärmte ein Konzertbesucher, erfüllt vom himmlischen Klangerlebnis. Mit dem gemeinsam gesungenen und gespielten Lied „Geh’ unter der Gnade“ verabschiedeten sich der Chor und die Bläser von den kräftig applaudierenden Gästen, die die Sänger und Instrumentalisten allerdings ohne Zugabe nicht von der Bühne ließen.