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Schwetzingerstadt Konzertabend „Klassik und mehr“ am Liselotte-Gymnasium

Musikalisches Können gezeigt

Archivartikel

Jugend und Klassik - passt das zusammen? Wenn es nach den Schülern des Mannheimer Liselotte-Gymnasiums geht, wäre die Antwort auf diese Frage wohl ein klares und lautstarkes „Ja!“ Dass klassische Musik kein bisschen angestaubt sein muss, bewiesen sie auch dieses Jahr wieder bei ihrem schon zur Tradition gewordenen Musikabend „Klassik und mehr“, bei dem Schüler von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe alleine und gemeinsam mit Lehrern ihr musikalisches Können zeigen.

Getreu des Konzerttitels blieb das rund dreistündige Programm in der Schwetzingerstadt jedoch nicht auf klassische Stücke beschränkt, sondern unternahm immer wieder Ausflüge in andere Musikgenres wie Pop, Rock oder Jazz.

Das Ergebnis war ein bunter Blumenstrauß aus musikalischen Eindrücken, dessen Facettenreichtum sich auch in der Vielfalt der Instrumente widerspiegelte, die im Laufe des Abends zum Einsatz kamen und vom Klavier und der Violine über Saxophone, Querflöten, Gitarren und einem Flügelhorn bis zur Harfe reichten.

Den Auftakt bildete der Lehrerchor unter der Leitung von Musiklehrerin Pia Kröper, der mit Justus Wilhelm Lyras „Der Mai ist gekommen“ musikalisch auf den Wonnemonat einstimmte. Beschwingt wurde es mit dem von Yara Antonic (9c) auf der Klarinette vorgetragenen „Wild Cat Blues“ und den Disneysongs „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und „I Wanna Be Like You“, mit denen das schon zur Stammbesetzung von „Klassik und mehr“ gehörende Mutter-Töchter-Trio Renate, Alexandra und Susanne Kummer auf dem Altsaxophon überzeugte. In die Freude über den gelungenen Auftritt mischte sich bei Musiklehrerin Andrea Kilian, die den Abend in charmant-humorvoller Manier moderierte, allerdings auch ein Wermutstropfen: Die Schülerinnen legten dieses Jahr ihr Abitur ab und nahmen daher zum letzten Mal am Konzertabend des Gymnasiums teil. Das Gleiche galt für Serafin Lindau, Milan Thiée und Julian Warneking, die an Bass, Gitarre, Klavier und Cajon mit „Astronomy“ von Blue Öyster Cult psychedelischen West Coast Rock auf die Bühne brachten. Dass man sich um den musikalischen Nachwuchs des Lilo jedoch keine Sorgen machen muss, bewiesen unter anderem Lucy Liu (8c), die mit Chopins Grande Valse Brillante, op.18 am Klavier brillierte, und Aaron Guitbout (7c), der mit einem Auszug aus Mendelssohns berühmtem Violinkonzert in e-Moll, op.64 die Zuhörer in ehrfürchtiges Staunen versetzte.

Gänsehautmomente

Für Gänsehaut sorgte Leonie Hammel (10d) mit der gefühlvoll vorgetragenen Popballade „The Power of Love“, die nicht nur Moderatorin Kilian „mitten ins Herz“ ging. Die Schwestern Alicia (10a) und Emily Isinger, die beim diesjährigen Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ den zweiten Platz abräumten, stellten mit „Danse macabre“ von Camille Saint-Saëns an der Violine und am Klavier ihr musikalisches Talent eindrucksvoll unter Beweis. Doch auch die Lehrer ließen es sich nicht nehmen, das Publikum mit ihrem Können zu begeistern: So spielte Schulleiter Dr. Eberhard Vogel Auszüge aus den Woodland Sketches op.51 von Edward MacDowell am Klavier und Referendar Fabian Schuster brachte mit „There Will Never Be Another You“ in Begleitung von Pia Kröper und Milan Thiée jazzige Klänge zu Gehör.