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Neckarau Vorlesewettbewerb in der Stadtbücherei mit Lese-Olympiade für Grundschüler

Oma geht auf Klassenfahrt

Wieder einmal war die Stadtbücherei-Filiale Neckarau Gastgeber des Stadtteilentscheids beim Mannheimer Vorlesewettbewerb der Grundschulen – zuerst für die zweiten und dritten Klassen, an einem zweiten Termin für die vierten Klassen.

Es trafen sich die besten Leser der Diesterweg-, Almenhof-, Schiller-und Wilhelm-Wundt-Schule. Bibliotheksleiterin Gertrud Gerner freute sich über die starke Beteiligung der Jungen in der zweiten und in der vierten Klasse. Bei den Drittklässlern waren die Mädchen, wie schon seit langem, in der Überzahl.

Zehn Minuten Vorbereitung

Nach zehnminütiger Vorbereitung für den Text legten die Zweitklässler mit „Tafiti und das große Feuer“ von Julia Böhme los. Beim Abenteuer des Erdmännchens Tafiti und seines Freundes Pinsel stellt sich schnell heraus, dass man die Gefahr durch den Buschbrand nur in einer gemeinsamen Aktion der Tiere abwenden kann.

Nicht so ohne war dabei der Sprachfehler des Löwen, der immer ein „f“ zu viel spricht. Diese Extra-Schwierigkeit berücksichtigte die vierköpfige Jury jedoch wohlwollend. Max Koep aus der Diesterwegschule wurde hier Sieger, gefolgt von Mia Burow aus der Almenhofschule und Alexa Leib aus der Wilhelm-Wundt-Schule.

Bei den Drittklässlern, die ebenfalls Zeit zur Vorbereitung hatten, ging es um das Werk „Der Limonaden-Sprudler“ von Lena Hach. Das Trio Tilda, Walter und der Erzähler sind ein Team, das seine Umwelt mit immer neuen Erfindungen beglückt. Wie aufmerksam die Leser hier am Werk waren, zeigte sich daran, dass sie zwei Fehler im Buch entdeckten. Einmal rutschte ein „ein“ zu viel in den Text und einmal fehlte ein „ich“. Bei einer ganz engen Entscheidung in diesem Wettbewerb hatte Melinda Weindel aus der Wilhelm-Wundt-Schule die Nase vorn. Auf den zweiten und dritten Platz kamen Jonas Randohr und Amelie Kürner, jeweils aus der Almenhofschule.

Beim Wettbewerb der vierten Klassen setzte sich die Vorjahressiegerin der dritten Klassen, Marlene Richter aus der Almenhofschule, klar an die Spitze. Auf den zweiten Platz kam Juliane Jost aus der Diesterwegschule und auf den dritten Platz Maxim Stamm aus der Schillerschule.

Bei den Leseprofis ging es wie stets nicht nur um den Vortrag, sondern davor auch um Aufgaben rund um den Text, für die sie 30 Minuten Zeit hatten. Dabei waren Verständnisfragen zum Inhalt, ein Gitterrätsel, in dem sechs Wörter versteckt waren, und ein Satz in „Geheimschrift“, bei dem nur jeder zweite Buchstabe galt. Auf Bitten von Lehrerinnen hatte Bettina Harling von der Bibliothekspädagogik die Anforderungen für alle Grundschüler in Mannheim etwas vereinfacht. Früher war der zu entschlüsselnde Satz die Grundlage für weitere Aufgaben. Dieses Mal konnten die Kinder unabhängig davon weitere Punkte erzielen.

Urkunde für Teilnehmer

In allen drei Wettbewerben waren die Kinder vom Förderverein der Bücherei zu Saft und Brezeln eingeladen, sie erhielten eine Urkunde und einen kleinen Preis. Mitarbeiter des langjährigen Sponsors VR Bank Rhein-Neckar vergaben jeweils Buchpreise an die drei Erstplatzierten. Die Bank lädt die Sieger auch wieder zum Stadtentscheid am 17. Juli in die Filiale Seckenheim ein.