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Neuostheim ThomasCarree mit zahlreichen Gästen eröffnet / 50 neue Bewohner leben bereits dort, 110 sollen noch folgen

Pflege, Wohnen und Gesundheit in einem

Archivartikel

Auch während der offiziellen Eröffnung wurde in dem Wohn- und Pflegeheim an der Dürerstraße natürlich gearbeitet. Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kirche und Verwaltung, neuen und künftigen Bewohnern, sowie Vertretern der am Bau beteiligten Firmen und Architekten hat die Evangelische Kirche Mannheim (EKMA) ihr ThomasCarree in Neuostheim offiziell eingeweiht. „Wir sind stolz und glücklich über unser modernes neues Haus, das Pflege, Wohnen und Gesundheit miteinander verbindet und das durch seine Cafeteria Leben in den Stadtteil bringt“, erklärte Dekan Ralph Hartmann.

„Wo Kirche spürbar ist“

50 neue Bewohner seien bereits in das Haus eingezogen. Der Dekan dankte dem Ältestenkreis der Thomaskirche unter Leitung von Gerlinde Kammer und der früheren Pfarrerin Martina Egenlauf-Linner, „die den Mut aufgebracht haben, ein solches Projekt in Angriff zu nehmen“. Er dankte auch den „katholischen Geschwistern“ in Neuostheim. „Denn ohne das Ökumenische Zentrum, die gemeinsame Nutzung der Kirche St. Pius und das neue ökumenische Kinderhaus, wäre das hier nicht möglich gewesen“, sagte Hartmann. Das ThomasCarree, das sich gut einfüge in die Nachbarschaft, biete mehr als 160 Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und Bedürfnissen eine Heimat und Arbeitsplätze für 80 neue Mitarbeiter. Froh ist der Dekan über die enge Anbindung der Thomaskirche an das neue Haus, „das ein Ort sein soll, wo Kirche spürbar ist“. Ab Herbst gebe es einen Pfarrer, der nur in den vier Pflegeheimen der Evangelischen Pflegedienste Mannheim (EPMA) tätig sein werde.

EPMA-Geschäftsführer Peter Grewe stellte die neue Leiterin des ThomasCarree, Ulrike Koch, und das Konzept des neuen Hauses vor. Durch die Verbindung von Betreutem Wohnen, stationärer Pflege im Pflegeheim und Tagespflege, Gesundheit und Rehabilitation durch eine Physiotherapiepraxis sowie die Caféteria sei das ThomasCarree „einzigartig in der Metropolregion“. Den kirchlichen Aspekt betonte auch Pfarrer Stefan Scholpp in seiner Andacht zur Einweihung des Hauses, „in dem Kirche spürbar sein soll“. CDU-Stadtrat Claudius Kranz dankte der Evangelischen Kirche auch im Namen der Stadtverwaltung für ihr Engagement in der Pflegebranche.

Raum der Stille

Das ThomasCarrree sei „ein Markstein in der Pflegelandschaft in Mannheim, ein außerordentlich gelungenes Werk“, sagte Kranz. So wie alle Redner dankte auch Bauherr Alex Zimmermann, Geschäftsführer der FWD Hausbau aus Dossenheim, den am Bau beteiligten Firmen und Architekten sowie der Stadt Mannheim für die gute Zusammenarbeit, aber auch den Nachbarn in Neuostheim für ihre Geduld und Verständnis. Zimmermann überraschte mit einem ganz besonderen Einweihungsgeschenk, nämlich einer Anschubfinanzierung für einen „Raum der Stille“ im ThomasCarree, den Pfarrerin Egenlauf-Linner sich gewünscht habe. Bei dem anschließenden Rundgang durch das Haus gab es viel für Lob für den Bauherren und die Mannheimer PiA-Architekten.