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Käfertal Trio der Royal Company gibt Konzert im Kulturhaus Käfertal / Viele Besucher sehr zufrieden

Pop- und Musical-Klassiker begeistern Zuhörer

Archivartikel

Zwei gewaltige Stimmen, die zueinander passten, und ein Pianist, der nur so über die Tasten flitzte – das machte das Konzert im Kulturcafé in Käfertal aus. Beliebte Melodien aus Pop und Musical sorgten dafür, dass alle, die diesen Nachmittag genossen, auf ihre Kosten kamen. „Das war das bisher längste Konzert in dieser Reihe“, stellte Ute Mocker, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Käfertaler Vereine, am Ende fest. Es gab niemanden, der dieses Konzert gehört hatte und nicht begeistert den Heimweg antrat. „Es gibt mittlerweile schon viele, die diese Reihe gerne hören und bei fast jedem Konzert dabei sind. Aber es kommen auch immer wieder neue Gäste hinzu“, sagte Mocker.

Auf der Bühne selbst standen mit Jeanette Friedrichs und Bernd Nauwartat zwei Sänger, die aus vielen Produktionen des Capitols bekannt sind. Sie hatten mit Dieter Scheithe ihren Haus- und Hofpianisten mitgebracht. Dass hier drei echte Profis als Royal Company, als „königliche Gesellschaft“, ihr Bestes gaben, war nur unschwer zu erkennen und zu hören. Dazu moderierten die Sänger ihr Konzert locker und gekonnt.

„Des war arg schee“

„Dass das gut wurde, wusste ich eigentlich schon vorher. Ich kenne die beiden Sänger schon lange aus dem Capitol“, stellte denn auch Zuhörerin Annemarie Uliczka fest. Auch Karl Söhner war am Ende begeistert: „Das war ein sehr schönes Konzert, so richtig nach meinem Geschmack.“ „Bei uns in Käfertal würde man sagen: ,Des war arg schee‘“, stellte Doris Dörr fest, die mit ihrem Mann Walter das Konzert verfolgt hatte. „Wir hätten nicht gedacht, dass bei dem schönen Wetter so viele kommen würden“ sagten Nauwartat und Friedrichs.

Dass die Technik funktionierte, dafür sorgte Matthias Werner. „Der ist älter, der muss schon sitzen“, frotzelte Jeanette Friedrichs. Der Konter folgte prompt: „Ich sitze auf dem kleinen Barhocker – einem Überbleibsel aus den 1980er Jahren, nur, damit ich nicht größer bin. Bequem ist das nicht gerade.“

Ein Höhepunkt war das gemeinsam gesungene Lied „Calm after Storm“, das die niederländische Gruppe The Common Linnets 2016 beim Eurovision Song Contest auf den zweiten Platz geführt hatte. Lieder aus „Les Miserables“ , einer doch eher dramatischen Aufführung, folgten. Mit der Musik von Elton John und dem Text von Tim Rice brachte Friedrichs Ausschnitte aus „Aida“ zu Gehör. Das wollte Nauwartat aus der ersten Reihe hören und riss dabei beinahe die Bodenbeleuchtung aus ihrer Fassung.

Nach einigen Lachern war die Spannung wieder hergestellt. Ganz vorsichtig betrat Nauwartat danach die kleine Bühne. „Say something“ von „A Great Big World“ begeisterte die Zuhörer. Lieder aus „Tabaluga“ von Peter Maffay („Ich wollte nie erwachsen sein“), dem „König der Löwen“ („Can you feel the Love tonight“), „Pompeji“ und dem „Tanz der Vampire“ wurden von den beiden stimmgewaltigen Sängern gesungen.

Leonard Cohens berühmtes „Hallelujah“ beschloss dieses eindrucksvolle Konzert. Doch ohne Zugabe ging es nicht: „Liebe ist wie wildes Wasser“ (Die Rose) regte den einen oder anderen zum Nachdenken an. „Das letzte Lied war besonders schee“, meinte eine Zuhörerin, ehe sie zufrieden das Kulturcafé verließ.

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