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Almenhof Närrische Sitzung der GroKaGeLi begeistert Publikum/ Befreundete Fasnachtsvereine tragen zum Gelingen bei

Präsidenten geloben Teufel Gehorsam

Es war wieder einmal ein gelungener Abend im Gemeindesaal von Maria Hilf. Die von Sitzungspräsident Alois Baumann moderierte, traditionelle närrische Sitzung der ruhmreichen Großen Karneval Gesellschaft Lindenhof (GroKaGeLi) war das gesellschaftliche Ereignis im Mannheimer Süden.

„Fasnachter halten zusammen, sie unterstützen und helfen sich gegenseitig“, hatte Präsidentin Erika Mathias bei der Begrüßung der bunt kostümierten Narrenschar erklärt. Das zeigte die von Sitzungspräsident Alois Baumann moderierte Veranstaltung, bei der befreundete Fasnachtsvereine wie die Schlappmäuler nicht nur hinter dem Tresen tatkräftig mithalfen, sondern auch mit vielen Highlights zum Gelingen des bunten Programms beitrugen. In dreieinhalb Stunden packten die Aktiven so ziemlich alles, was zu einer guten närrischen Sitzung gehört: Gardetanz, Büttenreden und viele Schunkelrunden.

Das Publikum im fasnachtlich geschmückten Don Bosco-Saal fühlte sich offensichtlich bestens unterhalten. Denn schon kurz nach halb acht saß keiner mehr auf seinem Stuhl: Manfred Koch von dern Spreisel-Band brachte die Gäste mit seinen Stimmungsliedern in Bewegung. Nach dem Einmarsch der Garde, Elferräte und Senatoren startete die GroKaGeLi dann mit viel Power, guter Laune und mit dem Kampagnenlied von Bernd Bürkle von der KG Narhalla Ketsch in das fasnachtliche Vergnügen.

Tänzerisches Können

Die Garde der GroKaGeLi sowie Tanzmariechen Magdalena Fessel präsentierten ihr tänzerisches Können, das sie im Verlauf der letzten Jahre unter dem fleißigen Trainerteam Sabine Mathias und Marie-Sofie Hönsch einstudiert haben. Das freute auch besonders den Sitzungspräsidentenl: „Eine tolle Leistung, die die Mädels und Buben uns da gezeigt haben. Was wären wir ohne Nachwuchs in unserem Verein!“

Auch die Jugend aus anderen Vereinen hat es drauf: Mit Chiara Belsanti und Lena Dragosch (beide elf Jahre) schickte die KG „Die Löwenjäger“ zwei begabte Nachwuchskünstlerinnen in die Bütt. Die „Traumtänzer“ entführten die Zuschauer in ein kleines gallisches Dorf, wo sich das begeisterte Publikum den finalen Kampf zwischen Asterix und Obelix mit den Römern ansehen konnte.

Danach stieg Protokoller Alexander Fleck in die Bütt. Mit spitzer Zunge bekamen die Politiker in Amerika, England und Deutschland ebenso ihr Fett ab, wie der Mannheimer „Kurfürst“ Peter Kurz. Stimmungssänger Michael Kossmann von den Floßbachschwalben heizte mit bekannten Fasnachtsliedern die Stimmung weiter an.

Danach tauchte der italienische Eisverkäufer, Tony Pascarella, mit seiner Bütt am Strandbad von Neckarau leider „unter die Gürtellinie ab“, so Sitzungspräsident Baumann. Die Schwalben-Ladys aus Maxdorf begeisterten mit wunderschönen Kostümen bei ihrem „Zirkusdirektorinnen“-Schautanz. Die Karlstern Hexen verwandelten den Gemeindesaal schließlich in einen Hexenkessel. Im Büßerhemd wurden Sitzungspräsident Baumann und Vizepräsident Salvatore Cacciatore auf die Bühne gezerrt, wo sie von Zunftmeister der Hexen, Tobias Schüpferling, einer hochnotpeinlichen Befragung unterzogen wurden. Abgestempelt durch die Hexenzunft gelobten die zwei malträtierten Narren nicht nur Luzifer (Markus Schüpferling) Gehorsam, sondern sie mussten dem Herrn der Hölle auch noch dreimal den Allerwertesten küssen. Sehr zur Freude von Schatzmeisterin Silvana Cacciatore, die die Prozedur bereits hinter sich hatte.

Fröhlicher Schlussakkord

Für einen fröhlich-amüsanten Schlussakkord sorgte das Männerballett der Schlappmäuler. Die Herren „Damen“ verwandelten sich im fliegenden Kleiderwechsel von feurigen Mexikanerinnen in brave Heidis, um schließlich im bauchfreien Glitzerfummel Hüften und Waden zu schwingen. Nach dem großen Finale war für die ausgelassen feiernde Narrenschar noch lange nicht Schluss. Fröhlich tanzten sie weiter zur Stimmungsmusik von Alleinunterhalter Koch.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/Lindenhof

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