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Neckarau-Almenhof Großes und buntes Sommerfest der SPD im August-Bebel-Park / Tradition seit 44 Jahren

Programm trotz Regenschauer

Archivartikel

Was zunächst gar nicht gut aussah, erwies sich doch als Glück. Bei dem Sommerfest der SPD im August-Bebel-Park waren zunächst einmal alle Tische nass. Aber der Regen ließ pünktlich zum Beginn des Festes nach. Die Sonne blinzelte zwischen den Wolken hervor und erhörte die Genossen. „Das kann sich sogar als Glücksfall herausstellen, denn die meisten konnten nicht spazieren gehen. Da kommen sie vielleicht zu uns“, freute sich SPD-Stadträtin Marianne Bade.

Dutzende Helfer

Sie und die rund 40 ehrenamtlichen Helfer, die sich um den Ortsvorsitzenden Mathias Kohler geschart hatten, sollten Recht behalten. Schließlich hatten sie alle Hände voll zu tun, um die Hungrigen und Durstigen zu versorgen. Allerdings mussten zuerst die Tische und vor allem die Bühne vom Wasser befreit werden. So war es nicht verwunderlich, dass das Programm mit einer kleinen Verzögerung begann. Aber die Kinder und Jugendlichen vom Jugendhaus Erlenhof zeigten schließlich, was sie drauf hatten und begeisterten das Publikum. Gleich drei Gruppen wurden von Fans frenetisch gefeiert. Kohler entließ die Jugendlichen, indem er ihnen versprach: „Ihr könnt euch schon einmal den 20. Juli 2019 vormerken. Da sehen wir uns sicher wieder.“

Der Landtagsabgeordnete Stefan Fulst-Blei forderte in seinem Grußwort von der Landesregierung, dass sie ebenfalls 80 Millionen Euro für die Sanierung des Nationaltheaters beitragen müsse, wie es der Bund zugesagt habe: „Der Bund fördert nicht das Nationaltheater, damit die Landesregierung sich finanziell einen schlanken Fuß macht.“ In die gleiche Kerbe schlug auch Boris Weirauch: „Jedem in Stuttgart muss klar sein, was auf dem Spiel steht. Mannheim jetzt mit Verweis auf die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe dringend benötigte Mittel zu verweigern, ist untragbar.“

Wohnraum für Mitbewohner

Der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Ralf Eisenhauer, unterstrich die großen Anstrengungen der Stadt, die Schulen zu sanieren. Dafür würden rund 120 Millionen Euro bereitgestellt. Zusätzlich würden 30 Millionen Euro für die Entwicklung von Kitas eingesetzt. Außerdem mache sich seine Fraktion dafür stark, bezahlbaren Wohnraum für alle Mitbewohner zu schaffen.

In der Zwischenzeit war die Bühne trocken, so dass die „Mannheim Old West Squares“ zur Musik von Caller Uwe Kraemer-Avemarie ihre Kreise ziehen konnten. Die „Bouncer“, „Hip Hop Girls“ und „No Stuff“ des TV Neckarau brachten frischen Wind auf die Bühne, ehe Francesca Galliano und Markus Beisel Auszüge aus dem Programms des Rhein-Neckar-Theaters präsentierten. Mit einem afro-brasilianischen Kampftanz der „Academia Internacional de Capoeira“ endetet das bunte Bühnenprogramm.