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Luzenberg Patronatsfest der griechisch-orthodoxen Gemeinde

Risse im Bauwerk machen zu schaffen

Archivartikel

„Wir liegen in den Endzügen.“ Freudig erklärte Architekt Markus Kaltenborn, dass die Baustelle der griechisch-orthodoxen Gemeinde auf dem Luzenberg – ein Neubau mit Gemeindesaal – weiter fortschreitet. Lediglich die Pflasterarbeiten im Außenbereich und die Endmontage im Gemeindesaal fehlen noch. Zielsetzung ist, so der Architekt, dass bis spätestens Weihnachten alles fertig sein soll.

Finanzieller Rückschlag

Die Gemeinde hatte zuvor einen finanziellen Rückschlag erlitten. Durch Sofortmaßnahmen musste ein Gerüst am Kirchturm aufgestellt werden, da dieser im oberen Bereich baufällig ist. Die Risse im Bauwerk waren deutlich rund um das Kreuz zu sehen. Um der drohenden Gefahr entgegenzuwirken, muss ein Teil des Turmes mit einer Betonsanierung erneuert werden. Für die Gemeinde seien das Kosten von 25 000 Euro für das Gerüst und 30 000 Euro für die Sanierung, die nicht eingeplant waren. Die Pflasterarbeiten auf den Zugangswegen im Außenbereich kosten 62 000 Euro.

Der Neubau und der Turm auf dem Luzenberg mit der ehemaligen katholischen Kirche steht zusammen mit dem Pfarrgarten für die klösterliche Geschlossenheit. Der Pfarrgarten mit altem Baumbestand, der auch noch recht brach liegt, soll nach der Fertigstellung zum Wandeln oder zur Entspannung für die Gläubigen zugänglich gemacht werden.

Der finanzielle Rückschlag hielt die Menschen aus den Gemeinden Mannheim und Ludwigshafen aber nicht davon ab, zusammen bei Musik und gutem Essen das „Patronatsfest der Erhöhung des ehrwürdigen Kreuzes“ zu feiern. Egal ob auf dem Freigelände oder in dem neuen –wenn auch noch nicht ganz fertig gestellten – Gemeindesaal: ein freies Plätzchen zu finden, war an diesem Tag schwierig. Schon bei den ersten Klängen der Gruppe „Komitis“ tanzten die Hellenen immer wieder zusammen ihre Volkstänze. Bevor man sich zum Feiern traf, hielt Erzpriester Georgios Basioudis den Gottesdienst in der Kreuzerhöhungskirche.

Die Mitglieder der griechisch-orthodoxen Kirche zahlen übrigens keine Kirchensteuer. „Die Kirche lebt nur von Spendengeldern und die Gemeinden müssen alles selbst finanzieren“, teilte Basioudis mit. Aus diesem Grund bittet die Gemeinde, sie mit Spenden zu unterstützen (Konto Volkskbank Sandhofen eG, IBAN DE 33670600310029483906, Kontoinhaber: GOMvD. Kirchengemeinde Kreuzerhöhung).