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Neckarau Frühlingsfest im Waldorfdreieck lockt mit kulturellen und kulinarischen Angeboten

„Schnelle Liebe“ steht hoch im Kurs

Reges Treiben bei strahlendem Sonnenschein herrschte beim vierten Frühlingsfest des Waldorfdreiecks, zu dem der Kindergarten und die Krippe Gänsweide gehören, sowie unter anderem die Odilienschule, die Hans-Müller-Wiedemann-Schule, die Freizeitschule, der Werkhof und die Waldorfschule. Wie auch auf dem Herbstfest und dem Basar wollen sich die Einrichtungen im Dreieck auch im Frühjahr der Öffentlichkeit präsentieren.

Benjamin Beier, Vater einer elfjährigen Tochter, saß bereits um halb neun am Samstagmorgen im Willkommenscafé. Er wollte den Tag nutzen, um sich unter anderem bei einer der Führungen ein Bild darüber zu machen, ob die Waldorfschule für sein Kind in Frage kommt. Ein Wechsel ist bei Bedarf auch während des laufenden Schuljahres möglich.

Beim Infostand trugen Rebekka Erben von der Verwaltung und Darius Khoschlessan anhand des Lehrmaterials, Epochenhefte genannt, zur Aufklärung bei. Die Schüler arbeiten nicht mit Schulbüchern, sondern verfassen eigene Aufzeichnungen zu den Themen, die in den einzelnen Epochen – genauer: Unterrichtsabschnitte zu verschiedenen Themen – unterrichtet werden. Beim Willkommenscafé sorgte die Klasse 11a für Kaffee und Kuchen. Damit sollte ein Teil der Summe für die Klassenfahrt nach Berlin gestemmt werden.

Auch Gartenbaulehrerin Sigrun Steinfort erwirtschaftete mit ihren Schülern einen kleinen Gewinn, der wiederum in den Schulgarten investiert werden soll. „Alle Pflanzen, die wir hier verkaufen, haben wir selbst gesät, pikiert und gezogen. Beim Pikieren muss man ganz vorsichtig die jungen Pflänzchen trennen und neu einpflanzen“, erklärte sie. Im Angebot standen neben Blumen auch Kräuter und Gemüsepflanzen. Ein Verkaufsrenner sei die Tomate „Schnelle Liebe“. Gartenbau wird an der Waldorfschule in den Klassen sechs bis acht unterrichtet.

Umbau des Gartens geplant

Sogar der Hort der Freizeitschule bietet neben vielen Flohmarktartikeln, sowie Suppen und Brot jede Menge Pflanzen an. Thekla Südhof vom Vorstand des Kindergartens erläutert die Pläne zum Umbau des Gartens. Man will die bei Regen wiederkehrenden Schlammlöcher beseitigen und durch das Streuen mit Rindenmulch für mehr Sicherheit bei der Nutzung der Spielgeräte sorgen. Kulturell wurde es in der voll besetzten Aula, wo die Klassen ihre Projekte aus dem Unterricht bei der sogenannten Monatsfeier vorstellten. Den Anfang machte ein Streichorchester unter der Leitung von Thérèse Eberle mit Schülerinnen aus der fünften und sechsten Klasse. Die Klasse 2b musizierte mit Flöte und Harfe und führte eine Tanzaufführung auf. Eine dritte Klasse zeigte eine Kostprobe des Eurythmie-Unterrichts: eine szenische Darstellung des Liedes „Im Märzen der Bauer“.

Bei der Eurhythmie geht es darum, den Ausdruck in Sprache, Lauten und Bewegung zu verdeutlichen. Außerdem standen noch Gospel-Lieder, ein kleines szenisches Stück und weitere Darbietungen der Kinder und Jugendlichen auf dem rund einstündigen Programm.

Der Kindergarten und die Krippe Gänsweide hatten ebenfalls ihre Türen geöffnet und luden im Garten zum traditionellen Flohmarkt mit Kinderkleidung und Spielsachen ein. Geboten wurden neben dem Kuchenbuffet auch Pizzen. Selbst ehemalige Kindergartenkinder wie die siebenjährige Clara oder Romy (sechs Jahre) besuchten mit ihren Eltern und Geschwistern das Fest. Tatjana Tretter-Wrezesinski, Standbesitzerin und Mutter, freute sich: „Die Atmosphäre ist toll, es ist für die Kinder schön und man ist entspannt.“