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Gartenstadt Siedlergemeinschaft Neueichwald I verteilt Geschenke beim Osterbaumschmücken

Schokohasen und Kreide für Bastelkinder

Archivartikel

Im Wind flatterten an den dünnen Ästchen farbenfrohe Papierbänder. Auf einer Leiter befestigte Vorstandsmitglied Anton Jockel die bunten Ostereier mit Schnüren an dem weißen Osterbaum. Denn jedes Kind, das ein eigens ausgeblasenes und bemaltes Osterei zum Schmücken des Baumes auf dem Platz am Hainbuchenweg vorbeibrachte, bekam als Dankeschön einen Schokoladenhasen und eine Packung Straßenmalkreide. „Morgens wird die Osterbirke dafür aufgestellt“, erklärte 1. Vorsitzender Uli Gärtner. Zusätzlich bewirtete die Siedlergemeinschaft Neueichwald I die Besucher in einem kleinen Festzelt mit Kaffee und Kuchen.

Für das Verteilen der Schokoladenhasen war wie bereits im Vorjahr Antonia Sztoj zuständig, in einem Hasenkostüm verkleidet und mit Sonnenbrille. Vom blauen Himmel strahlte eine frühlingshaft warme Sonne herab. „Dass sich die Kinder über die Geschenke freuen, das gefällt mir“, schilderte Riesenhase Antonia Sztoj, die momentan die 6. Klasse des Johanna-Geissmar-Gymnasiums auf der Schönau besucht. „Das Hasenkostüm hat der Verein für mich besorgt.“ Seit über 30 Jahren pflegt die Siedler- und Wohneigentumsgemeinschaft den Brauch des Osterbaumschmückens. Allmählich steige die Zahl der im Stadtteil lebenden Kinder wieder.

Jeder deckt ein Gebiet ab

Im Viertel rund um die lange Karl-sternstraße existieren zwei voneinander unabhängige Siedlergemeinschaften mit den Namen „Neueichwald I und II“. Jeder Siedlerverein deckt ein eigenes Gebiet ab. Wobei die beiden Vereine freundschaftlich miteinander verbunden sind. „Ob mit den Siedlern im Speckweg oder Neueichwald II, man hilft sich gegenseitig aus. Außerdem sind alle Vereine im Bezirksverband Wohneigentum versammelt“, erläuterte Gärtner. Dass immer mehr Anwohner aus Bequemlichkeit in ihren Vorgärten dekorative Kieselsteine und Beton ausschütten würden, statt Pflanzen zu kultivieren, stelle ein Problem dar. „Das nimmt der Natur, den Vögeln und anderen Tieren viel Lebensraum“, mahnte Gärtner.

Dabei könnten die Bürger einfache Sträucher anpflanzen, die leicht zu pflegen sind und sich positiv auf Flora, Fauna und das gesamte Klima der Umgebung auswirken – ohne viel Aufwand. „Während unserer letzten Jahreshauptversammlung im März hielt die Diplom-Ingenieurin Erdmuthe Weißer einen Vortrag über dieses Thema. Das könnte man vielleicht vertiefen“, erzählte der Vorsitzende. Darüber hinaus werde das Datenschutzgesetz aktualisiert, was Einfluss auf das Vereinswesen habe. Zum Beispiel in Bezug auf die Abbuchung von Mitgliedsbeiträgen. „Das ist eine große Geschichte für uns, mit steuerrechtlichen Hürden“, betonte Vereinsleiter Gärtner.

Mit Vorfreude blickt die Gemeinschaft ihrem sommerlichen Siedlertreffen entgegen, das vom 13. bis 15. Juli in der Wendeschleife am Ende der Waldpforte stattfinden wird, ein regelmäßiger Höhepunkt im Vereinsjahr. „Auf unserem Siedlertreff wird erneut die Rock-Cover-Band Grey Black & Blond spielen“, kündigte Uli Gärtner an. „Die haben einen großen Fanclub. Manche Besucher kommen deswegen extra aus Karlsruhe angefahren.“