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Innenstadt Mal-Projekt an der Kepler-Schule

Schriftzug ein Blickfang

„Der natürliche Feind der Gewalt ist die Kreativität“, betonte Steffi Peichel. Der Streetart-Künstlerin vom Studio 68 blieb es vorbehalten, mit ihrem Jugendförderprojekt den Schlusspunkt hinter ein kreatives Schuljahr an der Johannes Kepler Gemeinschaftsschule zu setzen. In Vorbereitung der Sommerfestivität in K 5 hatte Sozialarbeiterin Susanna Wolff gemeinsam mit der Künstlerin den Nachwuchs in seiner Kreativität gefordert und gefördert.

Mit einem farbenfrohen Schriftzug des Schulnamens konnte das Team einen weiteren Blickfang im Eingangsbereich setzen. Insgesamt acht Schüler hätten diesmal zu Pinsel und Spraydose gegriffen, erzählte Wolff. „Kinder lieben Kunst, sie brauchen auch die künstlerische Beschäftigung“, betonte Steffi Peichel. Die gebürtige Mannheimerin kann auf eine große Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen verweisen. Seit 2015 arbeitet sie erfolgreich mit dem Nachwuchs in K 5. Unter anderem wurden dabei die Wände der Unterführung in Richtung Dahlbergstraße mit Bildergeschichten zum Strahlen gebracht. Gleichzeitig attestierte sie ihren Schützlingen einen enormen Fortschritt. Im Vergleich zu den Anfängen arbeite der Nachwuchs mittlerweile sehr selbstständig, lobte die Künstlerin. Dabei lernten die Schüler verschiedene Techniken der Graffiti-Kunst. Diese Beschäftigung sei zudem ein guter Ausgleich zur Schnelllebigkeit der digitalen Welt. Das erfolgreiche künstlerische Arbeiten helfe, eine Überzeugung zu entwickeln und an innere Stärken zu glauben, so Peichel.

Sebastian Rolka ist einer jener Schüler, die sich immer wieder melden für ein Projekt mit der Streetart- Künstlerin. „Es macht enormen Spaß“, unterstrich der 16-Jährige. Man lerne viel und habe auch seine Freiheiten. Darüber hinaus möge er es, zu gestalten. Die Kunstaktion schloss sich der jährlichen Projektwoche „Schule gegen Rassismus und mit Courage“ zum Thema „Miteinander Füreinander“ an, wie Schulsozialarbeiterin Susanna Wolff verriet. Es sei doch ein Aushängeschild für die Schule, freute sich ebenso Rektorin Birgitta Hillebrandt. Überhaupt könne die Schule auf viel Talent unter den Jugendlichen bauen, wie Wolff betonte.

Im Rahmen des Schulfestes trat nicht nur die Schulband auf, auch verschiedene Tanzgruppen aus dem Erweiterten Bildungsangebot in K 5 verdienten sich den Beifall der Mitschüler. jba