Stadtteile

Rheinau BASF-Siedlergemeinschaft nimmt an Wettbewerb des Verbands Wohneigentum teil

„Sich gegenseitig helfen ist ein wichtiger Punkt“

Die BASF-Siedlergemeinschaft Rheinau Süd nimmt teil an einem Landeswettbewerb des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg, an dem sich noch vier weitere Gemeinschaften in Baden-Württemberg beteiligen. Der Landeswettbewerb dient als Vorentscheid für den 27. Bundeswettbewerb unter dem Motto „Wohneigentümer –heute für morgen aktiv. Lebendige Nachbarschaft – gelebte Nachhaltigkeit“ im kommenden Jahr. Schirmherr ist Bundesbauminister Horst Seehofer. Um sich von der Siedlung ein Bild zu machen und schließlich den Landessieger zu ermitteln, bekam der Siedlerverein Besuch von einer dreiköpfigen Jury vom Verband Wohneigentum. Man traf sich zur Präsentation im Herzstück der Siedlung, dem Siedlerheim.

Lebendige Nachbarschaft

„Wir Juroren werden uns nachher ein Bild für die Bewertung machen. Der Fokus ist auf der lebendigen Nachbarschaft, sich gegenseitig helfen ist ein wichtiger Punkt“, sagte Juror Ernst Granzow. „Wichtig ist auch die Gestaltung der Gärten, ein Gemüsegarten kommt besser an als eine Fläche mit Steinen. Die Siedlung sollte insgesamt eine lebenswerte Umgebung für alle Generationen sein. Mit dem Wettbewerb möchten wir einen Anreiz für andere Gemeinden schaffen.“

Die Siedlung wurde im Jahre 1933 von der IG Farben errichtet, zu der die heutige BASF gehörte. Damals wurde sie „IG-Siedlung“ genannt. Zurzeit sind 291 Familien Mitglieder im Siedlerverein. Rheinau hat eine Partnergemeinde in Österreich: Seewalchen am Attersee, nach dem vor zwei Jahren eine Straße am Rheinauer See benannt wurde. Auch im Alltag sind die Siedler engagiert. „Wir sind stolz darauf, dass unser Marktplatz seit zwölf Jahren durchgehend gepflegt wird und die Pflanzen regelmäßig gegossen werden bei Trockenheit“, sagte Hans Held, erster Vorsitzender der Siedlergemeinschaft und Mitglied im Bezirksbeirat.

Bei der letzten Müll-Aktion meldeten sich 30 Freiwillige, die sich mit Säcken und Greifarmen an die Arbeit machten und unglaubliche 70 Säcke füllen konnten. Auch die Feste kommen bei den Siedlern nicht zu kurz, es gibt zum Beispiel Kneipenfasching, das Siedlerfest und den Weihnachtsmarkt. Nachbarschaftshilfe wird ebenfalls großgeschrieben, und bei Geburtstagen und Jubiläen schaut jemand vom Verein mit einem Blumenstrauß vorbei, bei Streitigkeiten in der Nachbarschaft hilft ein Schlichter. Beim anschließenden Rundgang machte sich die Jury einen Eindruck von dem Areal und warf einen Blick auf den Garten der Gerhard Hauptmann-Schule. Die Siedler hoffen auf eine gute Platzierung im Wettbewerb. kge