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Sicherheit geht vor

Archivartikel

Natürlich ist es ärgerlich, dass die Kappenfahrt der „Sandhase“ im Wortsinn vom Winde verweht wurde. Schade für die viele Arbeit im Vorfeld, enttäuschend auch für die Fasnachter, die sich bereits an einem Zugweg aufgestellt hatten, an dem nun keine Wagen vorbeifuhren.

Dass die vielen Teilnehmer, die aus anderen Vororten und der Region angereist waren, dennoch so viel Spaß hatten, ist ihnen hoch anzurechnen. Spontan präsentierte beispielsweise die KG „Narhalla Ketsch“ am Rheinauer Ring Tanzchoreographien. Es wurden jede Menge Bonbons verteilt. Und von Herzen lachen kann man auch unter dem Regenschirm. Kurzum: Teilnehmer und Besucher haben aus der Situation das Beste gemacht.

Völlig unsinnig ist es jedoch, zu behaupten, dass es unnötig war, den Zug zu stoppen. Schließlich war seitens der Stadt die Rede von Windgeschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometern. Und immerhin hat Andreas Pfaffenzeller vom Deutschen Wetterdienst für Mannheim gegen 15 Uhr 72 Stundenkilometer und stürmische Böen mit Windstärke acht gemessen. Nicht auszudenken, wie schrecklich es gewesen wäre, wenn ein Teilnehmer von einem herabfallenden Ast verletzt worden wäre. Die Entscheidung von „Sandhase“-Präsident Holger Kubinski, den Umzug ausfallen zu lassen, war absolut richtig. Sicherheit geht immer vor!