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Rheinau Mitmach- und Vorführaktionen locken beim „Tag der offenen Tür“ viele Besucher auf das Vereinsgelände der TSG

Sportler begeistern bei Halleneröffnung

Mit einem Fest hat die Turn- und Sportgemeinde Mannheim-Rheinau (TSG) von 1901 vor Kurzem auf ihrem Vereinsgelände Türen und Tore geöffnet. Grund war die Fertigstellung von Turnhalle, Clubhaus und Gaststätte (Einweihung am 27. Januar). Dem Vereinsvorstand war es ein Anliegen, ein Vorführ- und Mitmachfest zu veranstalten. Dadurch wollte man nicht nur die neuen Gebäude selbst, sondern auch den 300 Mitglieder starken Verein repräsentieren.

Aus vielen Mannheimer Stadtteilen strömten Erwachsene und Kinder herbei, um das neue Sportzentrum am Rheinauer Ring am „Tag der offenen Tür“ zu besuchen. Auch Gertrud und Horst Prudlo wollten einen Blick hinter die Kulissen werfen: „Uns interessiert, was daraus geworden ist.“ Sie wohnten ganz in der Nähe und hätten die Fortschritte des Baus beobachtet. „Es ist sehr schön geworden, das viele Licht in der Turnhalle und die lamellenartige Gestaltung der Wände“, erklärte das Ehepaar gemeinsam.

Die Turnhalle war gut gefüllt, als Vorsitzender Nikolaus Schmidt das Profil und die wesentlichen Eckdaten des Vereins, bestehend aus Breitensport, Gesundheitssport, Tischtennis und Fußball vorstellte. „Unsere Tür ist offen: Ziel der Veranstaltung ist es, die Sportangebote vorzustellen, Anregungen aufzunehmen und Details zu besprechen“, freute sich Schmidt.

Großes Gymnastikangebot

Ulrike Müller betreut den Bereich Gesundheitssport bei der TSG. Die Angebote reichen von Koronargymnastik nach ärztlicher Verordnung (mittwochs um 18 Uhr) über Frauengymnastik (mittwochs um 19.30 Uhr) bis hin zu Wirbelsäulengymnastik in gemischten Gruppen (freitags um 18 Uhr). Doch die neue Halle bietet Möglichkeiten für viele weitere Aktivitäten, wie beispielsweise Aroha. Dieser aus Neuseeland stammende Kriegstanz wurde ebenfalls vorgestellt, wie Pilates, Sturzprophylaxe, Stepp oder Zumba. Auch bei den beiden Badmintonspielern Achim Noske und Jörg Eiben war Bewegung, Sport und Spaß angesagt. Nach ihrer anschaulichen Vorführung konnten die zahlreichen Besucher versuchen, selbst den Schläger zu schwingen und den Ball mit den Federn über das Netz zu spielen.

Auch für die Mitmachaktion der Tischtennisabteilung unter Leitung von Rudi Philipp und Gerhard Zimmermann bot die Turnhalle durch die außergewöhnlich guten Lichtverhältnisse ideale Bedingungen. Den Besuchern präsentierte sich zudem die neueste Abteilung der TSG: die Anfang April gegründete Gruppe für die vietnamesische Kampfkunst Viet Vo Dao. Die Vereinsmitglieder zeigten bei Schaukämpfen ihre Fähigkeiten im Bereich der Selbstverteidigung.

Diese Vorführung machte den Zuschauern Freude und Lust auf mehr. Die jungen Sportler – unter Leitung von Trainerin Kristina Schröder – zeigten ihr Können und begeisterten das Publikum in der Turnhalle, das die spektakuläre Präsentation aus kämpferischen und tänzerischen Elementen mit viel Beifall belohnte.

Kooperationspartner vor Ort

Ein weiteres Highlight war das Torwandschießen auf dem Außengelände. Fußball-Abteilungsleiter Thomas Gutjahr lud große und kleine Ballsportler ein, die eigene Treffsicherheit zu testen und auf die Wand zu schießen. Je nach Häufigkeit der Treffer gab es Punkte und Preise. Teilweise wuchs die Warteschlange auf ein beträchtliches Maß an. Direkt daneben tobten sich die jüngsten Gäste des Fests auf der Hüpfburg aus.

An einem Stand informierte das Quartierbüro Rheinau über die vielfältigen Angebote im Stadtteil. „Das Quartierbüro ist ein Partner der TSG, und wir möchten diese Kooperation noch weiter ausbauen“, sagte Christina Rudnic. Für die Quartiermanagerin war die „Aktion eine gute Gelegenheit, ganz ungezwungen mit den Leuten ins Gespräch zu kommen“.

Ein Renner war das Kinderschminken am Stand des Quartierbüros: Svetlana Kuchmasowa verwandelte den sechsjährigen Burak in einen bunten Schmetterling. Der kleine Fußballer der TSG und sein Freund Salvatore (fünf Jahre) hätten danach am liebsten mit der nächsten Vorführung weitergemacht. „Ein wirklich ein schöner Tag“, fand auch Buraks Mutter Nilgün Et.