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Neckarau Alexander Fleck ist neuer Spangenträger

Stadtprinzessinnen ehren Ex-Prinzen

Archivartikel

Seit drei Jahren zieht er durch die Fasnacht als Protokoller. Mit scharfer Zunge nimmt er die Welt-, Bundes- und Lokalpolitik aufs Korn, „rhetorisch stark, hart aber herzlich“, so Wolfgang Reinhard über den neuen Träger der Prinzessinnenspange, Alexander Fleck. Damit reiht sich der Ex-Prinz aus dem Jahr 2015 als 28. Persönlichkeit in eine Reihe illustrer Träger der wertvollen Auszeichnung, mit der die Neckarauer Stadtprinzessinnen Menschen ehren, die sich in der Mannheimer und Kurpfälzer Fasnacht „außerordentliche Verdienste“ erworben haben.

Bunt geht es zu im fasnachtlich geschmückten Wappensaal des historischen Neckarauer Rathauses. Uniformierte Narren der Pilweschar stehen dicht an dicht mit ehemaligen Prinzen, Prinzessinnen, Gästen aus befreundeten Fasnachtsvereinen, selbst Stadträtin Marianne Bade (SPD) zeigt mit ihrem Rock Verbundenheit mit der Narretei. Im Zivil dagegen ihre Kollegin und Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (Grüne). Beifall und „Mannem Ahoi“ brausen auf, als das Stadtprinzenpaar Daniela I. und Dirk II. heranrauschen.

Als Kurfürst verkleidet spricht Wolfgang Reinhard, der Spangenträger des vergangenen Jahres, die Laudatio auf seinen neuen „Bruder“. Lang sei die fasnachtliche Laufbahn des Geehrten, Reinhard nennt Schwerpunkte: Elferrat bei den „Löwenjägern“, Ehrenoffizier der „Ranzengarde“ der „Fröhlich Pfalz“, seit 2014 Elferrat beim „Großen Feuerio“, 2015 Stadtprinz, damals mit der Neckarauer Stadtprinzessin Nadine I., und mit Leib und Seele Büttenredner. An Fleck gerichtet: „Du bist an Fasnacht nicht zu bremsen“.

In Neckarau geboren

Vielfältig sei aber auch das ehrenamtliche Engagement des 41-jährigen Rechtsanwalts außerhalb der Fasnacht im kirchlichen sozialen Umfeld. Er ist Kreisvorsitzender beim Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge und wurde 2006 zum Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem erhoben. „Tja, dann bleibt es nicht aus, dass er ein schwarzer Bruder ist“, meinte lächelnd der Laudator und erinnerte an Flecks Engagement in der CDU, unter anderem als Bezirksbeirat in Feudenheim.

In Ludwigshafen sei er geboren, entgegnete Fleck und fügte hinzu, „aber garantiert in Neckarau gezeugt“, in dem Vorort sei er aufgewachsen.

Sein Dank für die Auszeichnung galt den „schönsten, charmantesten, liebsten, sexyiesten Prinzessinnen“, bevor er seine einstige Begleiterin durch die Kampagne 2015, Nadine I., unter den Arm nahm. Den musikalischen Ausklang der Ehrung übernahmen die Mannheimer Weiber mit Gesang.