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Käfertal Erweiterung des Kulturhaus-Foyers in vollem Gange / Rewe-Markt soll 2019 fertiggestellt sein

Straße wird erst nach Rohbau erneuert

Der geplante Rewe-Markt in der Mannheimer Straße mit 24 Wohneinheiten im Obergeschoss und Tiefgarage soll bis zum vierten Quartal 2019 fertig gestellt sein. Spätestens im Herbst dieses Jahres sollen nach Angaben des Investors pro-concept AG die Bauarbeiten beginnen. Dies hat der Fachbereich Stadtplanung auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt. Mit dem zweiten Bauabschnitt der Mannheimer Straße soll demnach im April 2019 begonnen werden. Als weitere Baumaßnahme wird zur Zeit das Kulturhaus umfänglich saniert. Die Arbeiten für die Erweiterung des Foyers sind in vollem Gange.

Wie der Fachbereich Stadtplanung mitteilt, ist es aus bautechnischer und wirtschaftlicher Sicht unabdingbar, zumindest den Rohbau des Nahversorgers abzuwarten und erst im Stadium des Innenausbaus mit der Straßenerneuerung zu beginnen. Da im Rahmen des Innenausbaus deutlich weniger und leichterer Baufahrzeuge benötigt würden, stelle die dann beginnenden Straßenbaumaßnahme keine Beeinträchtigung dar. Dieses Vorgehen sei mit dem Investor abgestimmt. „Es ist ausdrücklich nicht angedacht, die Marktöffnung abzuwarten“, heißt es. Vor allem vonseiten des Käfertaler Bezirksbeirats war der eindringliche Appell laut geworden, den Bau des Frequenzbringers und den zweiten Bauabschnitt der Mannheimer Straße miteinander abzustimmen.

Dauerbrenner Parkplätze

Ein wesentliches Thema im Bezirksbeirat war bis zuletzt die Stellplatzfrage rund um den neuen Vollsortimenter. Hier geht die Stadtverwaltung von insgesamt 212 Parkplätzen im Bereich der Mannheimer Straße und der Gartenstraße aus: 75 Rewe-Parkplatz, 41 Kulturhaus-Parkplatz, 30 Mannheimer Straße, 10 Gartenstraße, 6 Parkplatz Hotel, ca. 55 private Tiefgarage unter dem Gebäude (davon 31 zur freien Anmietung). Zusätzlich werde in einem kleinen Abschnitt entlang der Mannheimer Straße, im seitlichen Zugangsbereich des Stempelparks, innerhalb von Halteverbotszonen Gehwegparken geduldet. Auch die Nutzung außerhalb der Öffnungszeiten des Marktes soll laut Stadt geduldet werden, sofern dadurch der Betrieb des Marktes nicht beeinträchtigt wird. Die Parktaschen 1 und 2 mit insgesamt 57 Parkplätzen sollen entfallen. Der Fachbereich Stadtplanung prüft derzeit zudem, ob sich die Anzahl der öffentlichen Stellplätze entlang der Reben- und Lindenstraße, gegebenenfalls durch eine Einbahnstraßenregelung mit entsprechenden Umgestaltungsmaßnahmen, erhöhen lässt.

Als problematisch empfinden die Käfertaler Bürger die Möglichkeit der Anmietung sogenannter halböffentlicher Stellplätze in der geplanten Tiefgarage. Hier kam im Bezirksbeirat der Vorschlag auf, diese durch die Stadt anzumieten, um sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dies sieht der Fachbereich Stadtplanung allerdings „nicht als sinnvoll“ an. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Anmietung durch private Benutzer sowohl eine Entlastung des öffentlichen Parkraums bringe und klare Nutzungsberechtigungen zu weniger technischem Aufwand sowie Kontrollaufwand führten. Aus den gleichen Gründen komme auch eine Erweiterung der Tiefgarage nicht in Betracht. Die Nutzung der zum Markt gehörenden Parkplätze solle durch Parkscheiben geregelt werden.

Ein Problem, auf das auch die Kulturhausleitung immer wieder aufmerksam macht, sind die Berufspendler, die als Dauerparker öffentliche Stellplätze den ganzen Tag über belegen. Laut einer Kennzeichenerhebung im Bereich Käfertaler Bahnhof, Kulturhaus und Haltestelle Mannheimer Straße vom 12. Dezember 2017 kann die Stadtverwaltung diesen Eindruck nicht bestätigen. Der Parkdruck seit mit Auslastungen zwischen 89 und 100 Prozent des ganzen Tag über hoch bis sehr hoch.

Auffallend sei jedoch, dass die Bewohner zu jeder Tageszeit mit Abstand die größte Gruppe darstellten und das Bewohnerparken mit einer Auslastung von 97 Prozent auch nachts ein Problem sei. Die Ursache liegt auf der Hand: Durch die engen Verhältnisse sind in Käfertal wenig private Stellplätze vorhanden. Die Fahrzeuge der Bewohner drücken daher in den öffentlichen Straßenraum. Der Anteil an gebietsfremden Fahrzeugen mit Parkdauern über sechs Stunden schwanke von 9 bis 15 Uhr zwischen 23 und 30 Prozent. „Diese Nutzergruppe enthält auch Fahrzeuge der Pendler, die direkt in Käfertal arbeiten“, heißt es. Eine übermäßige Nutzung durch Park & Ride-Nutzer sei nicht erkennbar.