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Gartenstadt Mit der Show „in.formation“ begeistern die Artisten des Kinder- und Jugendzirkus „Aladin“ die Zuschauer

Suche in der Schattenwelt

Archivartikel

Informationen werden vermisst, sie sind verschollen in der Schattenwelt. Dorthin machen sich nun die Wächter auf die Suche, um die Ordnung in ihrer Welt wieder herzustellen. Unter dem Titel „in.formation“ zeigte der Nachwuchs des Kinder- und Jugendzirkus Aladin jetzt bei der Jahresaufführung sein Können in der Manege – mit perfekt einstudierten Choreographien und Kunststücken sowie der Geschichte, in der die Welt aus den Fugen gerät.

In den drei Shows im Johann-Peter-Hebel-Heim stießen die Nachwuchsartisten auf ein aufgeschlossenes Publikum. Nach 150 Minuten Spektakel, bei dem die Mädchen und Jungen mit atemberaubender Dynamik überzeugten, war der Applaus groß. Schon zwischen den einzelnen Szenen brandete immer wieder Beifall auf. Schließlich galt es, die Artisten bei ihrer Suche nach Informationen zu unterstützen.

Ständig ausverkaufter Saal

Er sei sehr zufrieden mit dem Verlauf des Auftrittwochenendes, meinte Sebastian Herzog. Insgesamt 300 Zuschauer bescherten den Gastgebern stets einen ausverkauften Saal. „Alles hat geklappt, alle sind glücklich“, zog der Zirkusdirektor ein positives Fazit. Da konnte auch ein Gewitter in der Pause der letzten Aufführung die Verantwortlichen nicht aus der Ruhe bringen. Dank eines tollen Teams sei es gelungen, trotz Wassereinbruchs im Backstage-Bereich die Vorstellung zu beenden.

Die Probestrapazen seit Beginn des Jahres hatten sich bezahlt gemacht. „Insgesamt 35 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren aus dem stationären und teilstationären Bereich des Kinderheims, aber auch aus externen Gruppen, waren beteiligt“, zählte Herzog auf. Die Inszenierung sei doch sehr komplex gewesen. „Die Aufregung war im positiven Sinne entsprechend groß“, so der Zirkusdirektor. Doch der Nachwuchs habe konzentriert und diszipliniert gearbeitet. „Daher ist es super gelaufen“, wie er noch einmal hervorhob.

Nach der zentralen Aufführung folgen nun bis Jahresende kleinere Auftritte in der Region, berichtete Herzog. Ziel der Zirkusarbeit sei neben der Verbesserung motorischer Fähigkeiten auch, die Teamkompetenz zu stärken sowie die Frustrationstoleranz beim Nachwuchs zu erhöhen. Natürlich gebe es auch einen großen künstlerischen Anspruch. „Wir wollen den Zuschauer verzaubern und das Publikum begeistern“, betonte er. Manchmal sei die Poesie in den Nummern wichtiger als die Leistung an sich.

Vor allem sollten die Kinder und Jugendlichen aber Spaß haben, unterstrich Herzog, der sich auch bei seiner Kollegin Elena Fischer von der Zirkusleitung bedankte. Gleiches gelte für den Circus Albireo für das Ausleihen von Bühnenelementen sowie für die gesamte Aladin-Zirkusmannschaft, die mit viel Herzblut die Sache angehe, wie Herzog hervorhob.