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Rheinau Beim Bürgerabend im Casino des Großkraftwerks Mannheim sorgen die Starbugs Comedy für Stimmung

Überflieger der Schweizer Show-Szene

Archivartikel

Da gab es niemanden, der aus dem Casino des Großkraftwerks nach Hause ging, ohne ein Lächeln oder Schmunzeln auf den Lippen: Gerade hatten die Starbugs Comedy die Gäste von den Hockern gerissen und während ihrer etwa zweistündigen Show unentwegt für Lacher gesorgt. Der kaufmännische Vorstand des GKM, Holger Becker, hatte die Komödianten als „Überflieger der Schweizer Show-Szene und erfolgreichste Truppe seit Emil Steinberger“ angekündigt. Damit hatte er noch nicht einmal zu viel versprochen. Fäbu (Fabian Berger), Tinu (Martin Burtscher) und Silu (Wassilis Reigel) ließen es mit ihrem Programm „Crash Boom Bang“ so richtig krachen.

Becker hatte zuvor noch gesagt, dass die drei Schweizer schon in Tokio und New York mit viel Erfolg aufgetreten seien. Woran das wohl lag, lässt sich leicht erklären: Die Darsteller kommen fast ohne Worte aus. Wie lebendige Cartoons springen, tanzen und reiten die Comedians durch ihre Sketche und machen dabei vor nichts Halt, außer vor der Pause. Aber bis dahin hatten sie die Lachmuskeln der Gäste schon mehrfach in Mitleidenschaft gezogen. Die ganze Show ist ein fulminantes Spektakel entstanden. Präzise, schnell und ungeheuer witzig turnen die Drei über die Bühne. Manchmal wird der Spaß auch etwas derber, nie jedoch außerhalb des Themas „Gaudi“.

Eben noch auf dem Tanzparkett mit falschen Damen – von denen eine aufgepumpt werden sollte, was natürlich misslang – findet man sich als Zuschauer im nächsten Moment im Wilden Westen in oder eine Sekunde später wieder auf einer großen Konzertbühne wieder.

Erlös für guten Zweck

„Das war echt Klasse, was da geboten wurde“, meinte Besucher Günter Seiler. „Die tanzen auch gut“, ergänzte da die siebenjährige Valentina. Sie war übrigens am Ende von den drei Schweizern restlos begeistert: „Alles, was sie gezeigt haben war Spitze. Mir hat das alles gut gefallen“, sagte sie. Auch die Präzision, mit der die Drei auf der Bühne arbeiteten, gefiel dem Mädchen: „Da steckt sicher viel Arbeit dahinter“; so Valentina. Wer für diese Reise durch die Komödie allerdings einen roten Faden brauchte, der wurde enttäuscht. Bei der Rasanz, die die Drei aufs Parkett legten, ging dieser rote Faden doch ganz allmählich aber sicher verloren. Was blieb, war die Präzision in den Pointen, die beim Publikum bestens ankamen. Vorstand Berger hatte eingangs festgehalten, dass er die Schweizer erst kürzlich gesehen hatte und von dem Auftritt restlos begeistert war.

Da blieb es am Schluss nicht aus, dass die Zuschauer noch unbedingt eine Zugabe wollten. Die sympathischen Schweizer waren mit ihrem Publikum ebenfalls zufrieden und gaben bereitwillig sogar noch eine zweite Zugabe, ehe sie wollten, dass die Zuschauer gehen. Die dachten aber gar nicht daran. Da half auch nicht, dass sich die Comedians bedankten: „Vielen Dank fürs Kommen, aber auch vielen Dank fürs Gehen“, warfen die Drei lachend den Zuschauern nach ihrem Striptease bei der zweiten Zugaben entgegen.

Die dachten aber noch keineswegs ans Gehen. Erst als die Komödianten mit ihrer Kulisse von der Bühne gingen, ebbte der Beifall ab und alle machten sich schmunzelnd auf den Heimweg. „Das war doch toll. Außerdem ist es mal schön, wenn man nichts arbeiten muss“, freute sich ein ausgelassener Pilwe-Präsident Rolf Braun, der die Show „unbedingt sehenswert fand“. In der Pause hatte Becker den Zuschauern noch geraten „viel zu essen und zu trinken“. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht, denn der Erlös des Abends kam einer guten Sache zugute, wie der technische Vorstand des GKM, Gerard J.A. Uytdewilligen, berichtet hatte.

In diesem Jahr ging das Geld an die Lebenshilfe, deren Ehrenvorsitzender Rolf Schmidt sich über einen ansehnlichen Betrag freute. „Es ist schön, dass wir vom Großkraftwerk unterstützt werden“, so Schmidt.

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