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Gartenstadt Waldschüler spenden für Projekte in Burkina Faso

Unterrichtsmaterial fehlt

Mit Schülern in Afrika solidarisiert sich der Nachwuchs an der Waldschule in der Gartenstadt. 450 Euro sammelten Schüler und Lehrer für den Verein Yaa Soma aus Viernheim, der sich für Burkina Faso einsetzt. Gemeinsam mit Rektor Jörg Schuchardt konnte Lehrerin Gisela Rütten zur Spendenübergabe nicht nur Verantwortliche von Yaa Soma begrüßen. Mit Schulrat Desire Ronamba und Gilbert Kabore waren zwei Vertreter aus der Schulverwaltung des afrikanischen Staates vor Ort.

„Wir haben im vergangenen Juni schon einmal für Yaa Soma gesammelt“, berichteten Schuchardt und Rütten. Der Kontakt sei über den Lehrerkollegen Manfred Winkenbach entstanden, dessen Frau Helga sich in dem 25 Mitglieder großen Verein aus Viernheim engagiert.

„Wir fliegen jedes Jahr runter, um zu sehen, dass die Spenden auch ankommen“, betonte Helga Winkenbach. Yaa Soma gibt es seit vier Jahren. Von den gesammelten Geldern würden Hefte, Bücher und Schreibzeug für den Nachwuchs finanziert.

Die Klassengröße von 93 Mädchen und Jungen in einer Klasse wünscht sich Jörg Schuchardt für seine Schule nicht. Der Großteil der Landbevölkerung im Landstrich Boulkiemde könne sich nicht mal das Nötigste leisten, erzählten Desire Ronamba und Gilbert Kabore. „Die Kinder bekommen in der Schule oft ihre einzige Tagesmahlzeit“, unterstrich das Duo. Tische und Stühle seien ebenfalls Mangelware. Zum Teil werde im Freien unterrichtet. Dabei gebe es eine Schulpflicht von sechs bis 16 Jahren. In der Realität bleibe das aber nur ein Wunsch.

Senanor Bilgili, Schülerin an der Waldschule, sowie ihre Mutter Nursal hatten deshalb viel gespendet. „Wir haben immer eine Sparbüchse für die Armen bei uns stehen, in der kleines Geld regelmäßig hineinwandert“, betonten die beiden. „Uns geht es gut, anderen nicht“, stellte Nursal Bilgili fest. Da gelte es zu helfen. Dem wollte Schulleiter Jörg Schuchardt nicht widersprechen – er zeigte sich stolz auf das Engagement des Nachwuchses. jba