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Neckarau Shakespeares „Sommernachtstraum“ in der Freien Waldorfschule

Verwirrspiel um Gefühle

Vor über vierhundert Jahre wurde die Komödie uraufgeführt – doch das Verwirrspiel um echte und unechte Gefühle ist immer noch aktuell: William Shakespeares Sommernachtstraum spielten jetzt Schüler der Klasse 8a der Freien Waldorfschule. Verliebtheit in einen Esel, ein Vater, der den Ehemann bestimmen will, Liebende die nur in der Flucht ihre Rettung sehen, Tropfen, die die Sinne benebeln sollen: Das Ensemble gestaltete ein herrliches Ränkespiel rund um Emotionen.

Zettel, der Handwerker und Esel, wurde wundervoll gespielt von Laurin Mundinger, dem man auch den Löwen abnimmt und der mutig ein Solo anstimmt. Zu ihm gesellte sich neben Oberon Titania, hoheitsvoll dargeboten von Theresia Erben sowie ein schneidiger Theseus alias Moritz Blau, der auch Hermias Ohrfeige würdevoll einsteckt.

Eine bunte Feenschar sorgt durch ihren an die Eurythmie angelehnten Auftritt für schöne Bühnenbilder und der witzige Puck (Ole Heim) spielt sich in die Herzen der Zuschauer. Helena, die Feine (Franziska Fröhlich), findet doch Gegenliebe und erfreut die Zuschauer mit einem eindrucksvollen Gesangssolo.

Fantasievolle Kostüme

Dicht auf dicht folgen Szenen und Ereignisse, der Bühnenumbau wird immer als Teil des Ganzen inszeniert, die Schauspieler sind mit wunderschönen Kostümen unter der Federführung von Petra Fischer ausgestattet und musikalisch großartig durch den Musiklehrer Christoph Tischmeyer und den Regisseur Johannes Bleckmann begleitet.

Der Staffelstab der gelungenen Aufführung in der Freien Waldorfschule wurde an die Parallelklasse weitergereicht, die am 15. und 16. Februar 2019 „Das Haus der Temperamente“ aufführt. mai/red