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Lindenhof Bürger von Mitmach-Aktionen beim Rheinpromenadenfest begeistert / 700 Besucher im Gottesdienst

Vielfalt rechts und links

Archivartikel

Der Brückenschlag von Mannheim nach Ludwigshafen ist gelungen. Einen sonnigen Tag am Rhein mit vielerlei Aktivitäten erlebten die Besucher beim dritten Rheinpromenadenfest. Dass der Rheinstrom die beiden Schwesternstädte Mannheim und Ludwigshafen nicht trennt, sondern verbindet, wurde bereits beim Interkulturellen Gottesdienst zum Auftakt deutlich. Dieser wurde von einem Dutzend unterschiedlicher Gemeinden aus Mannheim und Ludwigshafen gestaltet.

„Rund 700 Gottesdienstbesucher, das sind wesentlich mehr als im vergangenen Jahr“, stellte Ulrich Holl von „Gemeinsam für Mannheim“ erfreut fest. Veranstalter Jens Flammann von Mannheimer Stadtevents schwärmte: „Rund 60 Initiativen rechts und links des Rheins machen mit – das ist eine großartige Geschichte.“

„Fluss als verbindendes Element“

Bei der offiziellen Eröffnung hatten Vertreter beider Rheinseiten nur lobende Worte für den jeweiligen Nachbarn. Stadträtin Heidrun Kämper fand „die Präsenz aus Ludwigshafen ausgezeichnet“. Beide Städte seien auch in Zukunft auf gegenseitige Unterstützung und ein gutes Miteinander angewiesen.

Die Stadträtin dankte Flammann: „Das Fest bietet die Möglichkeit, die Vielfalt rechts und links des Rheins kennenzulernen, es trägt zur Attraktivität und Lebensqualität bei.“ Honorarkonsul Folker Zöller aus Mannheim hob nach einem Blick auf die wechselvolle Geschichte des Rheins „den Fluß als verbindendes Element“ hervor. Eleonore Hefner aus Ludwigshafen lud die Mannheimer ein zum Inselsommer vom 17. bis 24. Juni auf der Ludwigshafener Parkinsel. Als symbolischer Brückenschlag zwischen Ludwigshafen und Mannheim liefen zwanzig Walker und Läufer vom Ludwigshafener Laufclub, die an der historischen Pegeluhr in Ludwigshafen gestartet waren, nach den Eröffnungsreden auf den Rheinwiesen ein.

Brasilianische Tänze begeistern

Mit Pop-Geiger Jan White und Gitarrist „Shorty“ (Julian Pförtner) ging es hinunter auf die Rheinwiesen. Dort lockten zahlreiche Attraktionen für Familien mit Kinder. Wolfgang Ross aus Lindenhof hatte seine ganze Familie zum Promenadenfest eingeladen. Sein Bruder, Hajo Ross, war sogar aus Koblenz gekommen. Mit Enkelin Johanna (5) genoss er das muntere Treiben.

Fasziniert schauten sie zu bei der Capoeira-Vorführung des Sport-Zentrums Mannheim und staunten über den Wagemut der zehnjährigen Mailin beim Kistenstapeln von „Gemeinsam für Mannheim“.

Der dreijährige Leonardo hatte derweil Spaß beim Entenangeln. Seinem Vater Mirko Basaric gefiel das vielfältige Angebot. „Wir waren letztes Jahr schon da“, erzählte der Neckarstädter. Jugendliche hatten Spaß beim Wettrudern beim Mannheimer Ruderclub oder Kicken beim MFC 08 Lindenhof.

Der Kanu Club hatte sein Gelände geöffnet für verschiedene Aktivitäten, von Slackline, über Surfen bis zum Murmelspiel am Stand des 1. Murmelspiel Clubs aus Ludwigshafen-Friesenheim. Da wurden bei Helga Gramlich und Helga Müller aus Lindenhof Kindheitserinnerungen wach.

Befragung der Gäste

Im Auftrag von Mannheimer Stadtevents fragte Viktor Martineck die Besucher, was sie sich zum Erhalt der Rheinwiesen wünschen. „Die Sportmeile steht nach wie vor hoch im Kurs“, schilderte der Student das Ergebnis, der außerdem für einen Slackline-Park am Rhein warb. Info-Stände gab es auch bei der Jugendherberge. Außerdem stellte das Nationaltheater seine Sommerangebote vor.

Am Stand von Bahai malten die Besucher ihre Welt. „Die ist so bunt wie das Promenadenfest“, freute sich Mahssa Sazgar. Eine Elterninitiative sammelte zudem Unterschriften für mehr Kinderbetreuungsplätze im Lindenhof.

Nancy Ehresmann und Bernhard Schäfer waren begeistert von den „vielen kulinarischen und kulturellen Angeboten“, die von Streicher- und Bläserklängen bis hin zu den heißen Percussion-Rhythmen von PercuBaMa reichten. „Wir kommen nächstes Jahr wieder“, versicherten die beiden Ludwigshafener.