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Schwetzingerstadt Pestalozzigrundschüler zeigten professionelle Zirkusvorstellung

Vorhang auf und Manege frei

Für manchen der Grundschüler der Pestalozzischule fiel der Vorhang endgültig. Für sie war es der letzte Tag an dieser Schule überhaupt, weil sie jetzt auf weiterführende Schulen wechseln. Aber vorher lieferten die Schüler noch einmal eine Leistung ab, an die sich viele noch lange erinnern werden.

Da wurde auf höchstem Niveau jongliert, es wurden Kopfstände in der Manege vollführt, als Fakir mit dem Feuer gespielt oder als Clown die Zuschauer zum Lachen gebracht. Ein herzlicher und lang anhaltender Applaus war der verdiente Lohn für die Zirkusdarbietungen, an denen rund 260 Schüler beteiligt waren, wie Rektor Rolf Schönbrod erklärte. „Jedes Kind durfte sich aussuchen, wo es mitmachen wollte.“ Dann wurde eifrig trainiert. Noch kurz vor der Vorstellung absolvierten einige eine Trainingseinheit, vielleicht auch, um dem drohenden Lampenfieber entgegenzuwirken.

230 Zuschauer

Eine Woche hatte jedes Kind unter der Zirkuskuppel geübt. Was dabei herauskam, war schon als professionell anzusehen. Die Trainer des Zirkus „Pino“ hatten ganze Arbeit geleistet. Die Kinder zeigten fantastische Leistungen. Die Vorstellungen wurden auch von den rund 230 erwachsenen Zuschauern begeistert gefeiert. Clown Mohamad erzählte: „Wir haben früh angefangen zu üben. Jetzt gestalten wir die Aufführung. Ich freue mich, wenn die Leute über unsere Späße lachen.“ Die lustigen Spaßmacher unterbrachen das Programm immer wieder und brachten die kleinen und großen Zuschauer immer wieder zum Lachen.

Dazwischen wurde Akrobatik, Jonglage, oder Hula-Hoop gezeigt. Wie im richtigen Zirkus gab es auch eine Pause, in der Getränke verkauft wurden. Den bunten Reigen der Zirkusnummern eröffneten die Bodentänzer, die Handstände und Rollen zeigten. Jonglage mit bunten beleuchteten Kugeln und Ringen folgte. Ein Kind fing gleich fünf solcher Ringe, die einer der Trainer in die Höhe geworfen hatte. An bis zu sechs Hula-Hoop-Reifen versuchten sich einige der jungen Akrobaten, was schließlich auch gelang. Fast atemberaubend war, wie grazil sich junge Künstler am Hochseil bewegten und zum Teil kopfüber in der Manege schwangen. Die Seiltanzkünstler zeigten ihr Können an dem gespannten Seil.

Am Ende setzten die Zirkuskünstler einen tollen Schlusspunkt. Sechs Fakire spielten mit dem Feuer. Toll, wie dieses gefährliche Spiel geradezu leicht funktionierte. „Alles hat einen Anfang und ein Ende“, bedauert der Zirkusdirektor, der kurzweilig durch das Programm geführt hatte. Noch einmal betraten alle Künstler die Manege, um sich vom Publikum feiern zu lassen.“ Was hier geleistet wurde, ist fast schon bombastisch. Dazu war Mut und Können erforderlich“, lobte Rektor Schönbrod die gezeigten Leistungen.

Anschließend gab es für die Schüler Zeugnisse. Vier Schüler erhielten als jeweils Klassenbeste ein Geschenk der Schule. Noah Bakioglu, Emma Goos, Luisa Proetel und Andi Petrusic hießen die geehrten Schüler.

Übrigens war es auch der letzte offizielle Auftritt von Rolf Schönbrod. Er geht in den wohlverdienten Ruhestand (wir berichteten). Somit fiel auch für ihn ein letztes Mal der Vorhang.