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Feudenheim Kultur-Events appelliert an Kirche wegen „Prinz Max“

„Wir würden Raum gern mieten“

Mit einem offenen Brief hat der Verein Kultur-Events Rhein-Neckar an die katholische Kirche appelliert, das katholischen Gemeindehaus „Prinz Max“ zu erhalten. „Unserem Stadtteil fehlt genau dieser wunderbare Veranstaltungssaal“, begründet die Vorsitzende Rahel Mangold ihren Vorstoß. „Mit großer Sorge“ wandte sie sich daher an Pfarrer Daniel Kunz und den Stiftungsrat der Gemeinde.

Anfragen abgelehnt

Der Verein sei „mit Herzblut dabei, den Stadtteil Feudenheim lebendig zu halten und den Bürgern ein reges Miteinander sowie den Zugang zu Kultur in fußläufiger Entfernung zu ermöglichen“, erläutert sie. Dafür biete der „Prinz Max“ die „idealen Voraussetzungen“. Er sei zentral gelegen und damit für jeden gut erreichbar, habe mit 200 Sitzplätzen genau die richtige Größe und zudem „eine wunderbare Atmosphäre und viel Flair“.

Im Jahr 2017 habe ihr Verein hier zum Beispiel das Theaterstück „Der Grüffelo“ an zwei Tagen hintereinander vor begeisterten Kindern aufführen können und ein ausverkauftes Haus erlebt, ebenso beim Kindertheaterstück „Frederick“ oder der Abendveranstaltung „Swinging Christmas“. „Das alles fördert eine lebendige Gemeinde, wie man sie sich nur wünschen kann“, gibt sie zu bedenken. Ab 2018 seien ihre Anfragen indes leider abschlägig beschieden worden mit dem Hinweis, dass der Saal nicht mehr benutzt werden dürfe. Damit widerspricht sie Angaben der Gemeinde, dass es gar nicht genügend Nutzer gebe.

Sie jedenfalls würde den Raum „sehr gerne für diverse Veranstaltungen vom Konzert über Kabarett, Lesungen oder Kindertheater mieten“, so Mangold. Sie hoffe, dass die Kirche mithelfe, dass sich Menschen weiter begegnen könnten, es ein reges Miteinander von Jung und Alt gebe, begründet sie ihren Appell: „Verkaufen Sie das Gebäude an einen Interessenten, der den Saal erhält und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt!“.

Die Kirche hatte (wir berichteten) angekündigt, dass sie mit allen derzeit fünf Kaufinteressenten verhandeln und erst zum Jahresende entscheiden will. pwr