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Neckarstadt-West Arbeitskreis Wohnumfeld des Quartiermanagements diskutiert über „lokale Stadterneuerung“

Wo sollen Kinder und Jugendliche spielen?

Das Neckarvorland für Kinder und Jugendliche attraktiver gestalten, das wollen die Anwohner, wie jetzt bei einer Diskussion des Arbeitskreises Wohnumfeld im Bürgerhaus in der Lutherstraße deutlich geworden ist. Begrüßt wurde, dass für den alten Bolzplatz am Kaisergarten ein Konzept erarbeitet werde, um diesen zu sanieren: „Das ist nicht mit ein paar Ausbesserungen getan. Da muss schon richtig etwas passieren“, sagte Natalie Papadopulos, Referentin für die Lokale Stadterneuerung bei der städtischen Gesellschaft.

Die MWS Projektentwicklungsgesellschaft (MWSP), erläuterte sie, sei eine Tochter der Stadt, die für die Entwicklung der Konversionsflächen, aber auch für die Sanierung in der Neckarstadt im Rahmen der „lokalen Stadterneuerung“ zuständig sei. Insbesondere sei damit die Möglichkeit geschaffen worden, ein Vorkaufsrecht auszuüben, um ungewollte städtebauliche Entwicklungen zu verhindern, so Papadopoulos.

Gerade dieses Vorkaufsrecht werde viel zu wenig genutzt, beklagte Bezirksbeirat Roland Schuster (Linke). Das müsse viel öfter erfolgen, riet er auch im Hinblick auf bevorstehende Gemeinderatssitzungen. Aber es gebe auch Positives zu vermelden, erklärte der Leiter des runden Tisches, Maik Rügemer. So habe der kommunale Ordnungsdienst (KOD) seine Präsenz deutlich verstärkt und vermehrt den ruhenden Verkehr kontrolliert.

45 Fahrzeuge abgeschleppt

Das unterstrich Klaus Eberle, der Leiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung anhand von Zahlen. So seien nach drei Kontrollen insgesamt 45 Fahrzeuge abgeschleppt worden. Auch Geschwindigkeitskontrollen hätten die Sicherheit im Stadtteil verbessert, so Eberle. Zwar sei der Blitzanhänger besprüht worden. „Aber damit müsse man wohl leben“, meinte Eberle. Selbst die Einsatzzeiten des Personals seien dem Bedarf der Bürger angepasst worden, so Eberle. Dem pflichtete Bernd Münch, der Leiter des Bezirksdienstes der Polizei Neckarstadt bei. Er berichtete, dass sich insbesondere der Drogenhandel vom Neckarvorland in die Quadrate (R,S,T,U) verlagert habe. Die Polizei versuche, das in den Griff zu bekommen, was aber nicht von heute auf morgen zu leisten sei, wegen der dünnen Personaldecke bei der Polizei.

Positiv sei, dass eine Kehrmaschine für den Stadtteil angeschafft worden sei, berichtete Papadopoulos. Für dieses Gerät sucht man jetzt eine Unterstellmöglichkeit (Garage mit Stromanschluss). Rügemer bedauerte es, dass die eingeladenen Fachbereiche Abfallwirtschaft und Grünflächen nicht bei der Sitzung dabei waren. Selbst von der zuständigen Bürgermeisterin sei eine Absage erfolgt. Dabei gebe es immer noch Bereiche, in denen – so Rügemer – „extrem viel“ Sperrmüll auf der Straße, wie etwa in der Pumpwerk- oder der Riedfeldstraße entsorgt würde. Dagegen unternehme die Stadt einfach zu wenig, klagte Rügemer.

SPD-Stadtrat Thorsten Riehle konnte sich angesichts der Absagen aus den Ämtern eine frotzelnde Bemerkung nicht verkneifen: „In der Neckarstadt gibt es offensichtlich kein Grün und keinen Abfall. Da gibt es diese Probleme nicht. Daher stellen sich die Vertreter der Stadt auch keiner Diskussion.“