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Oststadt „Bachkantate zum Mitsingen“ in der Christuskirche

Wunderbarer Abschluss

Archivartikel

Mal eine dieser wunderbaren Kantaten von Johann Sebastian Bach mitsingen - in einem großen Chor. Für viele Musikbegeisterte wurde dieser Traum Wirklichkeit bei der 37. „Bachkantate zum Mitsingen“ in der Christuskirche. Das Projekt zur Bachkantate „Der Herr ist mein getreuer Hirt“ wurde am Pfingstsonntag ein voller Erfolg. Nicht nur, dass die mehr als 120 Sänger des Bachchores mit Feuereifer mitmachten. Zusätzlich beteiligten sich 60 „Externe“ und nahmen an der Probe und Aufführung im Festgottesdienst in der Christuskirche teil. Und der Mut, sich auf Neues einzulassen, wurde belohnt: der Funke sprang über, die Freude am gemeinsamen Singen und an der musikalischer Mitgestaltung war ihnen deutlich anzumerken.

Besonders eindrucksvoll war es, schon bei der Generalprobe und erst recht bei der Aufführung mitzuerleben, wie sich der Chorgesang mit den Beiträgen der Solisten und mit der Instrumentalmusik zu einem großen klangvollen Gesamten verband. Sibylle Maixner, Projektsängerin aus Schwetzingen, brachte zum Ausdruck, wie sehr ihr das gemeinsame Proben und Singen gefallen hat: „Vor allem das sehr konzentrierte und anregende Dirigat von Johannes Michel war beeindruckend.“

Und Heiko Lübben, Projektsänger aus Freinsheim, stellte fest: „Das war ganz toll das Dirigat.“ Er habe noch nie Bach gesungen, insofern habe ihn das gereizt. Dabei war die Aufführung der Kantate von Johann Sebastian Bach am Sonntag kein Konzert, sondern Teil des Gottesdienstes.

Pfarrer Michael Lipps, der Zelebrant des Festgottesdienstes, griff in seiner Predigt das Thema der Bachkantate auf: Der 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“ ist einer der bekanntesten und beliebtesten Texte der Bibel. Was alle in der Schule oder Kirche kognitiv gelernt haben, werde hier an Pfingsten erlebbar. „Berührung kommt in Bewegung“ - Psalm 23 lade zu einem völlig neuen Lebensstil ein, der davon handelt, in der Gegenwart Gottes zu leben. Es gehe um Sicherheit und Geborgenheit, um Lebenssinn und Hoffnung mitten in einer zerrütteten Welt. Lipps mahnte „es sich nicht zu gemütlich machen, sondern Störenfried zu sein für den Frieden.“

Als Solisten überzeugten bei den Arien und den Rezitativen durch ausdrucksvolle und musikalisch überzeugende Beiträge Cornelia Winter (Sopran), Cecilia Tempesta (Alt), Thomas Dorn (Tenor) und Timothy Sharp (Bass). Die konzertierende Orgel, meisterlich gespielt von Kirchenmusikdirektor Johannes Michel, der auch die Gesamtleitung hatte, und die Sinfonietta Mannheim unter Leitung von Carmenia Ferrulli ließen die Aufführung gemeinsam mit dem Projektchor zu einem eindrucksvollen barocken Klangerlebnis werden. ost