Südzucker

Südzucker gibt Gewinnwarnung aus und senkt Umsatzprognose

Archivartikel

Ein übergroßes Zuckerangebot auf dem Weltmarkt und niedrige Preise setzen die Südzucker-Gruppe unter Druck. Am Donnerstag gab die Aktiengesellschaft mit Sitz in Mannheim eine Gewinnwarnung heraus und senkte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Statt mit 6,8 bis 7,1 Milliarden Euro Umsatz rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018/2019 nur noch mit 6,6 bis 6,9 Milliarden Euro Umsatz. Das teilte Südzucker am Donnerstag mit. Das Konzernergebnis im laufenden Geschäft soll 2018 zwischen 25 und 125 Millionen Euro liegen - bisher hatte das Unternehmen mit 100 bis 200 Millionen Euro kalkuliert.

"Wir haben zur Zeit ein großes Angebot auf dem Weltmarkt und sehr niedrige Preise", erklärte ein Sprecher. Zudem sei der europäische Zuckermarkt der "unregulierteste der Welt". Die Zuckermarktordnung der EU war 2017 ausgelaufen, sie hatte fast fünf Jahrzehnte lang unter anderem Mindestpreise für Zuckerrüben festgelegt.

Auch die Trockenheit des Sommers verunsichere das Umfeld in den Zucker-Anbauregionen mit Blick auf die Zukunft, hieß es. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte die Südzucker-Gruppe einen Umsatz von 7,0 Milliarden Euro erzielt.

Zuvor hatte schon die Südzucker-Tochter Cropenergies, ein Hersteller von Bioethanol, einen schwächeren Umsatz als im Vorjahr verzeichnet. Aus Unternehmenssicht trugen dazu ein geringerer Ethanolpreis sowie höhere Rohstoff- und Energiekosten bei. (dpa)