SV Darmstadt

Fußball Lilien bauen auch im Pokal auf Torwart Stritzel

Ruhig und fokussiert

Darmstadt.Fast zwei Jahre lang musste Florian Stritzel auf seinen zweiten Einsatz im Tor des SV Darmstadt 98 warten. Nach dem Armbruch der etatmäßigen Nummer eins, Marcel Schuhen, hütet der 25-Jährige nun bis auf weiteres das Tor des Fußball-Zweitligisten – auch beim Pokalspiel gegen Fünftligist FC Oberneuland am Sonntag. Daran ändern auch die Verpflichtungen der beiden neuen Torhüter Carl Klaus und Igor Berezovsky unter der Woche nichts. „Ich denke, dass der Flo im letzten Spiel unter Beweis gestellt hat, dass er ein sehr guter Torhüter ist“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis über die Leistung seines Keepers beim 2:0 über Holstein Kiel. „Von daher sehen wir keine Veranlassung, jetzt etwas auf dieser Position zu ändern.“

Zuletzt zum Einsatz gekommen war der frühere U-19-Nationaltorwart am 24. November 2017, damals hieß der Trainer noch Torsten Frings. Das 3:3 gegen Union Berlin hat Stritzel allerdings nicht in bester Erinnerung, auch weil ihm der Ball beim ersten Treffer durch die Arme rutschte.

Doch in der Zeit danach blieb er konstant die Nummer zwei, auch der bundesliga-erfahrene Max Grün kam nicht an ihm vorbei und zog nach Mönchengladbach weiter. Mit seiner ruhigen, aber fokussierten Art erarbeitet sich Stritzel großes Ansehen im Team. Zur neuen Saison wurde sein Vertrag deswegen um zwei Jahre verlängert.

„Jede Woche 100 Prozent“

„Ich bereite mich jede Woche so vor, dass ich mir sage: Wenn ich spiele, dann bin ich da und gebe 100 Prozent“, sagt er. Gegen Kiel war es dann soweit. Und gegen die offensivstarken Norddeutschen hielt er seinen Kasten sauber, strahlte viel Ruhe aus. Nur einmal stockte Fans und Mitspielern kurz der Atem. Da musste der 1,97-Meter-Mann nach einem misslungenen Abwurf ins Dribbling gegen den Kieler Angreifer David Atanga. „Also, Stürmer werde ich nicht mehr“, sagte er danach lachend. „Da war ich nicht schnell genug mit meinem linken Bein.“ dpa