SV Darmstadt

Fußball Lilien-Keeper denkt gern an seine SVS-Zeit

Schuhens Dankbarkeit

Darmstadt.Wenn Marcel Schuhen an den SV Sandhausen denkt, empfindet er Respekt und große Dankbarkeit. 2017 wechselte der Torhüter aus der 3. Liga von Hansa Rostock eine Klasse höher zum SVS. Dort schenkte man ihm das Vertrauen und machte ihn zum Stammkeeper. „Ich glaube, ich habe das dem Verein in den zwei Jahren mit Leistungen zurückgeben können“, sagt er. Seit dieser Saison steht er beim SV Darmstadt 98 unter Vertrag. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) trifft er erstmals auf seinen Ex-Verein.

Wiedersehen mit Kumpels

„Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere“, sagt der 27-Jährige. Aber nach Abpfiff freue er sich auf ein Wiedersehen mit seinen alten Kumpels Dennis Diekmeier, Jesper Verlaat und dem heutigen Co-Trainer Stefan Kulovits.

Seit Jahren werde in Sandhausen gute Arbeit geleistet. „Es gab dort nie den Bonus von einem Traditionsverein“, sagt Schuhen. Man habe sich dort alles erarbeitet – und das habe die Akteure dort zusammengeschweißt. „Davor kann man schon den Hut ziehen.“

Schuhen erlebte aber auch eine Durststrecke in Sandhausen. Unter Trainer Kenan Kocak (heute Hannover 96) verlor er zu Beginn der vergangenen Saison seinen Stammplatz. Danach verletzte er sich und kehrte erst wieder ins Tor zurück, als Uwe Koschniat Trainer war. Der ist bis heute im Amt.

Und auch in Darmstadt hatte Schuhen eine schwere Zeit. Nach dem ersten Spiel brach er sich den Arm, fiel wochenlang aus. Nach der Rückkehr unterliefen ihm folgenschwere Patzer gegen die SpVgg Greuther Fürth (1:3) und Jahn Regensburg (2:2). Doch in den vergangenen Spielen war er einer der besten Lilien-Spieler und rettete der Mannschaft zuletzt gegen Dresden drei wichtige Punkte.

„Ich glaube, dass ich ein Torhüter-Typ bin, der in der Lage ist, auch mal einen schwierigen Ball zu halten“, sagt der in der Jugend des 1. FC Köln ausgebildete Keeper. Wichtig sei jedoch, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die einfachen Dinge richtigzumachen: „Mein Ziel für die Rückrunde war es, Konstanz reinzubringen.“ Gegen seinen Ex-Verein rechnet Schuhen mit einer umkämpften Partie, weil Sandhausen sehr körperlich spiele.