SV Darmstadt

Fußball SV Darmstadt 98 darf beim 1:1 in Hamburg lange vom Sieg träumen / Karlsruher SC gewinnt Aufsteigerduell

Starker Auftakt mit bitterem Ende

Archivartikel

Hamburg.Der SV Darmstadt 98 hat zum Start in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga Pech gehabt. Erst ein Elfmeter in der achten Minute der Nachspielzeit brachte die Hessen noch um den Sieg beim Hamburger SV. HSV-Kapitän Profi Aaron Hunt verwandelte den nach Videobeweis gegebenen Foulelfmeter zum 1:1 (0:0). „Das Unentschieden am Ende ist natürlich bitter. Dieser Punkt gibt uns jedoch Selbstvertrauen“ kommentierte Darmstadts Cheftrainer Dimitrios Grammozis den unglücklichen Ausgang.

Vor 44 475 Zuschauern zeigte der HSV unter dem neuen Trainer Dieter Hecking eine Halbzeit lang einen beherzten Auftritt, blieb aber über 90 Minuten im Abschluss zu harmlos. Das Führungstor für die defensivstarken Gäste gelang dem eingewechselten Tim Skarke (46.) mit der ersten Ballberührung. Hunt traf fast mit der letzten. „Defensiv muss ich der Mannschaft heute ein Kompliment aussprechen, weil sie besser gespielt hat. Besonders nach der Pause kann ich mich nicht an eine klare Chance für Hamburg erinnern“, sagte Grammozis. „Die Jungs haben sich in jeden Ball geworfen und das echt gut gemacht.“

Die Lilien erwischten einen optimalen Start in zweite Halbzeit. Mit dem ersten Angriff trafen sie nach nur 17 Sekunden zum 1:0. Der eingewechselte Skarke legte dabei kurz vorm Sechzehner für Serdar Dursun ab. Dessen strammen Schuss wehrte Heuer Fernandes zwar zur Seite ab, Skarke schaltete jedoch schneller als HSV-Verteidiger Jan Gyamerah und köpfte zur Führung ein. Diese Führung hielt lange – bis zum Elfmeter, den Hunt verwandelte.

Der Karlsruher SC hat dank einer starken Defensivleistung und eines treffsicheren neuen Sturmduos eine erfolgreiche Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz gewann am Sonntag das Auftaktspiel beim Mitaufsteiger SV Wehen Wiesbaden verdient mit 2:1 (1:0) und holte sich den ersten Saisonsieg.

Der letztjährige Drittliga-Torschützenkönig Marvin Pourié brachte die Badener vor 6871 Zuschauern aus kurzer Distanz in Führung (15.). Sein neuer Sturmkollege Philipp Hofmann sicherte den Sieg mit seinem ersten Zweitliga-Tor für die Karlsruher (61.), die im Vorjahr in der 3. Liga noch zweimal gegen die Elf aus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden verloren hatten. Den Anschluss erzielte Daniel-Kofi Kyereh erst kurz vor Schluss (90.+3).

„Das ist ein richtig geiler Auswärtssieg, das hat man sich gar nicht so vorstellen können“, sagte KSC-Innenverteidiger Daniel Gordon. „Wir haben sehr stabil gespielt und wenig zugelassen.“ Torschütze Hofmann erklärte, die Mannschaft sei „brutal effektiv“ aufgetreten. „Wir wissen, dass wir nur zwei oder drei Chancen pro Spiel kriegen, die wir dann machen müssen.“

Fröde feiert starkes Debüt

Erfolgstrainer Schwartz hatte den KSC nach zwei Jahren in der 3. Liga zurück ins Profiunterhaus geführt und am Freitag seinen Vertrag bis 2021 verlängert. In der Startelf setzte der Coach neben Hofmann, der den bisher im Angriff gesetzten Anton Fink verdrängte, noch auf einen weiteren Neuzugang: Im defensiven Mittelfeld gab Lukas Fröde ein starkes Pflichtspieldebüt im KSC-Trikot.

Wehen Wiesbaden versuchte, mit schnellen Vorstößen ein frühes Tor zu erzielen. Gegen die sichere KSC-Defensive konnten sich die spielerisch enttäuschenden Hessen aber kaum durchsetzen. Die Gäste machten es besser. dpa