SV Sandhausen

Fußball Sandhausen erwartet Gladbach im DFB-Pokal

„Brauchen Sahnetag“

Sandhausen.Als Fußballtrainer von Fortuna Köln durfte Uwe Koschinat im DFB-Pokal kein Erfolgserlebnis feiern, obwohl er am 3. August 2013 lange Zeit hoffen durfte: Die Rheinländer qualifizierten sich damals als Landespokalsieger Mittelrhein für die erste Runde und gingen gegen Mainz 05 früh in Führung. Bis zur 87. Minute träumten sie von der Verlängerung, ehe Eric Maxim Choupo-Moting – inzwischen bei Paris St. Germain – ein Sonntagsschuss mitten in das Herz der Fortuna, aber auch in das von Koschinat, gelang. Köln unterlag nach großem Kampf mit 1:2 und schied aus.

Ginge es nach dem 47-Jährigen, dann dürfte es diesmal gerne anders laufen. Mittlerweile ist Koschinat beim SV Sandhausen und mit diesem ist er in der ersten Pokalrunde gesetzt. Gegner ist am Freitagabend Borussia Mönchengladbach. Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen in der 2. Bundesliga kommt die Abwechslung im Pokal gerade recht. „Wir wollen uns vor wahrscheinlich ausverkauftem Haus mit einem guten Auftritt Respekt verschaffen“, sagt Koschinat und erklärt weiter: „Wir können das Osnabrück-Spiel in Vergessenheit geraten lassen.“

Mit Türpitz und Linsmayer

Gegen den VfL zog Sandhausen trotz großer Überlegenheit mit 0:1 den Kürzeren. „Ich bin immer noch massiv enttäuscht, aber wir haben das Spiel aufgearbeitet“, sagt der Coach, der die „potenziell beste Elf“ aufbieten möchte. Zwei Kandidaten für die Startelf sind Philip Türpitz, der in der Vorbereitung lange Zeit ausfiel, sowie Denis Linsmayer. Doch unabhängig davon, wen Koschinat letztendlich ins Rennen schicken wird, gegen die „Fohlen“ muss alles passen, bestätigt der Übungsleiter: „Wir brauchen auf allen Ebenen einen Sahnetag.“

Die Borussia, bei der der gebürtige Speyerer Lars Stindl verletzungsbedingt fehlen wird, hat mit Marco Rose einen neuen Trainer verpflichtet. Der ehemalige Mainzer hatte 2013 bei Koschinats schmerzlicher Erinnerung seine Karriere bereits beendet. Der Kreis schließt sich dahingehend zwar nicht, trotzdem würde Koschinat seiner persönlichen Pokal-Vita am Freitag gerne ein Erfolgskapitel hinzufügen: „Wir wollen die Sensation schaffen.“ mjw