SV Sandhausen

Fußball SVS-Trainer Koschinat verlängert vor 2:2 gegen Kiel

„Der Weg ist noch nicht zu Ende“

Archivartikel

Sandhausen.Die große Bescherung gab es beim SV Sandhausen am Sonntag schon vor dem Anpfiff der Fußball-Zweitligapartie gegen Holstein Kiel, als SVS-Pressesprecher Markus Beer per Mikrofon das Wort ergriff: „Unser Cheftrainer Uwe Koschinat hat seinen auslaufenden Vertrag bis 2022 verlängert.“ Es war das große Ziel der Verantwortlichen, noch vor der Winterpause Klarheit zu schaffen, bestätigte Präsident Jürgen Machmeier: „Beide Seiten haben das Gefühl, dass der eingeschlagene Weg noch nicht zu Ende ist und erfolgreich fortgesetzt werden kann. Dies zeigt auch der bisherige Saisonverlauf.“

Dementsprechend war die Freude nach dem Spiel nicht getrübt, denn durch das 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen den KSV ist der SVS seit mittlerweile acht Partien ungeschlagen und überwintert auf dem neunten Tabellenplatz. „Wir haben alles reingeworfen, aber die Runde hat eine Menge Kraft gekostet. Deswegen können und müssen wir mit dem Punkt leben“, sagte Koschinat.

Engels und Halimi treffen

Insgesamt war es ein hartes Stück Arbeit. Die Hausherren verschliefen vor 4995 Zuschauern die Anfangsphase komplett und die Gäste nutzten das eiskalt aus. Sie gingen nach einem Kopfball von Salih Özcan in Führung (11.). Erst nach knapp 25 Minuten wendete sich das Blatt, der SVS war jetzt am Drücker. Allerdings dauerte es bis zur 53. Minute, ehe der eingewechselte Mario Engels den Ball zum Ausgleich ins lange Eck schlenzte. Da Janni Serra gerade behandelt wurde, war die Strafraumkante nicht besetzt und Engels konnte ungehindert abschließen. Gerade einmal eine Minute später war das Spiel dann gedreht: Nachdem Ivan Paurevic gut aufgepasst hatte, schoss Besar Halimi zum 2:1 ein (54.). „Ich habe in dieser Saison schon so oft aufs Tor geschossen und nie hat es geklappt. Dieser Schuss heute war der schlechteste von allen“, berichtete der kosovarische Nationalspieler. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für die Gäste, die dank des Treffers von Emmanuel Iyoha doch noch zum Punktgewinn kamen (76.).

Letztendlich war aber Koschinats Vertragsverlängerung das Hauptgesprächsthema. Der 48-Jährige selbst sagte: „Ich habe zu meiner Mannschaft eine tolle Beziehung. Wir sind eine verschworene Einheit und gerade dabei, eine sorgenfreie Saison zu spielen. All diese Gründe haben Anteil daran, dass ich diesen Weg mit meinen Mitstreitern fortsetzen möchte.“ Bis Mittwoch, 8. Januar, ist nun aber erst einmal Pause, dann beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde. mjw