SV Sandhausen

Fußball Sandhausens Geschäftsführer Otmar Schork ist zufrieden mit der Saisonvorbereitung

Die große Zuversicht

Archivartikel

Sandhausen.Aus einem Grund ist Otmar Schork schon einmal schwer erleichtert. „In den vergangenen drei Jahren hatten wir jeweils im ersten Training eine schwerwiegende Verletzung“, erinnert sich der Geschäftsführer Sport des SV Sandhausen nur ungern an die Momente, als Robert Herrmann, Maximilian Jansen und José Pierre Vunguidica für längere Zeit ausfielen. Dieses Pech ist dem Fußball-Zweitligisten in dieser Saison erspart geblieben. „Toi, toi, toi – es gab nur kleinere Verletzungen“, berichtet Schork und hofft, dass Trainer Kenan Kocak am 4. August im Auftaktspiel bei der SpVgg Greuther Fürth auf alle Akteure zurückgreifen kann.

29 Spieler präsentierten sich gestern im BWT-Stadion am Hardtwald den Fotografen zum Mannschaftsbild im neuen Trikot. Mit diesem Kader will Schork auch in die Saison gehen: „Wir beabsichtigen, nichts mehr zu machen. Aber wir schauen natürlich, was sich auf dem Markt tut.“ Es könnte der Fall eintreten, dass ein Akteur mit Wechselwünschen auf den Verein zukommt, weil er wenig Chancen auf Einsatzzeiten sieht. Aber da gebe es derzeit keine Ansätze, der Konkurrenzkampf sei bei allem schon vorhandenen Teamgeist in vollem Gange.

Und dabei galt es, immerhin elf Neuzugänge für alle Mannschaftsteile zu integrieren – mit einem Schwerpunkt auf dem Angriff. „Es war uns wichtig, die Offensive neu zu beleben“, erklärt Schork mit Blick auf die Verpflichtungen von Mohamed Gouaida (Hamburger SV), Fabian Schleusener (Karlsruher SC), Florian Hansch (Chemnitzer FC), Kevin Behrens (1. FC Saarbrücken) und Karim Guedé (SC Freiburg). „Mal sehen, ob sie eine Bereicherung werden.“ Es ist keinesfalls so, dass ihnen der Geschäftsführer das nicht zutrauen würde. Aber außer Guedé hat noch keiner Zweitligaerfahrungen gesammelt.

Routine hat hingegen einer genug, der der Angriffsabteilung des SVS schon lange angehört: Andrew Wooten (28) scheint nach einer elend langen Verletzungsgeschichte mit immer wieder auftretenden Muskelproblemen wieder im Aufwind. „Er kommt so langsam wieder“, freut sich Schork, dass die Leidenszeit des Stürmers in naher Zukunft zu Ende geht. „Mal sehen, wann es reicht“, hofft er auf ein baldiges Mitwirken des 35-fachen Zweitligatorschützen.

Frauenschwarm zurück

Auch ein anderer Offensivspieler der Sandhäuser benötigt noch etwas Zeit – allerdings aus anderen Gründen: Denn WM-Teilnehmer Rúrik Gíslason ist erst seit einer Woche aus dem Urlaub in Florida und Island wieder zurück beim SVS und hat dementsprechend Trainingsrückstand.

Dafür ist er längst der populärste Spieler im Sandhäuser Kader: Denn während der WM schoss die Anzahl der Follower von „#sexyrurik“ beim Social-Media-Portal Instagram von vorher 33 000 auf inzwischen unglaubliche 1,3 Millionen Follower – vor allem aus Südamerika. Eine brasilianische Moderatorin hatte den Adonis aus Island auch entdeckt und ihr folgten unzählige weitere Verehrerinnen.

Der Hype um Gíslason ist auch in Sandhausen zu spüren. „Es gibt schon einen Medienrummel“, freut sich Schork und hätte nichts dagegen, wenn künftig Tausende von weiblichen Fans auf der Tribüne Platz nehmen würden. „Aber die meisten sind ja in Südamerika.“

Dass über den SV Sandhausen dadurch mehr gesprochen werde, sei ein schöner Nebeneffekt. Der Geschäftsführer glaubt aber, dass sich der Isländer gerne wieder auf das Fußballspielen konzentrieren würde.